ANSTOSS – Die HSV-Kolumne : Der Umbruch ist Chance und Risiko

Lars Zimmermann
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Lars Zimmermann

Unser Autor sieht im Umbruch des HSV Notwendigkeiten aber auch Gefahren.

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18. Januar 2015, 06:00 Uhr

Hamburg | Der Umbruch wird auf jeden Fall kommen. Das ist auch gut so. Denn dass der HSV mit dem derzeitigen Kader auf keinen grünen Zweig kommt, dürfte inzwischen jeder bemerkt haben. Der durch die große Zahl der auslaufenden Verträge mögliche Neuaufbau ist aber nicht nur Chance, sondern auch Risiko. Damit das Team besser wird, sind Zugänge mit Qualität erforderlich. Die kosten Geld, das die Hamburger nicht haben.

Dazu kommt, dass der HSV für wirkliche Klassespieler nach mehreren Jahren Abstiegskampf sicher nicht mehr die erste Adresse ist. Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer steht deshalb bei der Zusammenstellung der Mannschaft vor einer Herkulesaufgabe.

Ein weiteres Risiko ist die ungewisse Zukunft der HSV-Spieler mit auslaufenden Verträgen. Denen dürfte es in den kommenden Monaten vornehmlich um die eigene Karriere und nicht um den Verein gehen. Das ist in gewisser Weise auch verständlich, schließlich bemüht sich jeder Angestellte um einen neuen Job, wenn er weiß, dass er demnächst arbeitslos ist - auch hoch bezahlte Profikicker. Dass Spekulationen um eventuelle Vereinswechsel in den kommenden Monaten für zusätzliche Unruhe sorgen, dürfte jedenfalls nicht gerade leistungsfördernd sein. So könnte der HSV die Chance auf den Umbruch schlimmstenfalls mit dem Abstieg bezahlen.

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