Demo und Krawalle in HH : Der Start ins Hamburger 1. Mai-Wochenende verläuft explosiv

Linke Demonstranten ziehen mit einem Transparent durch das Hamburger Schanzenviertel. Sie zünden auch ein bengalisches Feuer.
Linke Demonstranten ziehen mit einem Transparent durch das Hamburger Schanzenviertel. Sie zünden auch ein bengalisches Feuer.

Bei der ersten Demo in Hamburg an diesem Wochenende flogen Böller. Auch ein Auto brannte. Ziel von 1800 Demonstranten war der abgebrannte Golden Pudel Club.

shz.de von
30. April 2016, 19:15 Uhr

Hamburg | Rund 1800 Anhänger der linken Szene haben zu Beginn des 1.-Mai-Wochenendes in Hamburg demonstriert. Sie zogen nach Angaben eines Polizeisprechers vom Schanzenviertel in Richtung Hafen. Dort wollten sie sich beim „Golden Pudel Club“ sammeln, der im Februar durch ein Feuer beschädigt worden war. Die Demonstranten forderten den Wiederaufbau des Szenelokals, „Burn to be alive“, hieß es auf Transparenten.

In der Nacht vor und im Laufe des 1. Mai kommt es in der Hansestadt immer wieder zu Ausschreitungen Gewaltbereiter. Brennpunkt ist meist das Schanzenviertel rund um das alternative Stadtteilzentrum „Rote Flora“. Nachdem es im Vorjahr verhältnismäßig ruhig war, könnte es jetzt einen heißen Tanz in den Mai geben.

Die Kundgebung verlief nach Angaben der Polizei zunächst ruhig, dann sei es aber zu ersten Böller- und Flaschenwürfen gekommen. In der Bernhard-Nocht-Straße am Hafen brannte ein Auto. Auch hätten sich Demonstranten vermummt. Die Beamten stoppten den Marsch vorübergehend. Die Polizei hatte angekündigt, bei Ausschreitungen konsequent vorzugehen.

Am Sonntagabend will die linke Szene erneut auf die Straße gehen. Dann lautet die Parole: „Klasse gegen Kasse - heraus zum 1. Mai!“ Parallel zu den Protesten am Samstag gab es an der S-Bahnstation Sternschanze noch ein „Klassenfest gegen Staat und Kapital“. Dort feierten nach Angaben der Polizei etwa 200 Menschen.

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