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Anstoss – Die HSV-Kolumne : Der Retortenklub ist ein Vorbild für den HSV

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Heute beschäftigt sich Lars Zimmermann mit der Geldgeber-Frage im Fußball.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Hamburg | Retortenklubs wie Hoffenheim sind beim gemeinen Fußballfan ungefähr so beliebt wie Tofu-Würstchen in der Halbzeitpause. Doch auch wer die Hoffenheimer nicht mag, muss anerkennen: Der Klub ist in vielen Bereichen ein Vorbild und ein Beispiel, das Mut macht. Der Verein stand im Sommer 2013 noch vor dem Abgrund und wäre fast in die zweite Liga abgestiegen.

Inzwischen stehen die Kraichgauer aber in der Spitzengruppe und haben realistische Chancen, sich in dieser Saison für die Europa League zu qualifizieren. Das zeigt, wie schnell es im Fußball gehen kann, wenn die richtigen Personen am Werk sind. Dann geht es trotz jahrelanger Misswirtschaft rasch bergauf.

Mit Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer hat der HSV zumindest schon mal ein passendes Puzzle-Teil für den Weg nach oben gefunden. Hinter Trainer Joe Zinnbauer stehen allerdings noch Fragezeichen. Sein Start war verheißungsvoll, aber ob er auf Dauer der richtige Mann ist, wird sich zeigen. Dass er keinen großen Namen hat, muss nicht unbedingt ein Nachteil sein.

Auch das zeigt das Beispiel Hoffenheim. Deren Coach Markus Gisdol kannte vor anderthalb Jahren kein Mensch. Ob Zinnbauer einen ähnlichen Weg wie Gisdol gehen kann, wird sich bis zur Winterpause zeigen. Zu wünschen wäre es ihm und dem HSV. Wenn es nicht klappt, wird Beiersdorfer mit Sicherheit noch vor dem Rückrundenstart einen neuen Trainer suchen.

Der muss dann aber wirklich passen. Denn solange die Trainerbank ein Schleudersitz ist, bleibt der HSV weiterhin ein Bundesliga-Hinterbänkler.

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