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Anstoss – Die HSV-Kolumne : Der HSV braucht frisches Blut

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Vor allem vorne ist der Kader nicht bundesligareif. Wer das sagt? Lars Zimmermann.

Hamburg | Der HSV schafft den Klassenerhalt. Vermutlich sogar etwas früher als in den vergangenen beiden Jahren. Viel mehr Grund zur Freude gibt es allerdings nicht. Die Hamburger sind dabei, den guten Eindruck aus der Hinserie zu verspielen. Zwölf Punkte aus zwölf Spielen in der Rückrunde sind die Bilanz eines Abstiegskandidaten. Wenn es nicht gelingt, die Mannschaft grundlegend zu verändern, wird es auch in der kommenden Spielzeit wieder nur um den Klassenerhalt gehen.

Ivo Ilicevic hat schon gesagt, dass er gehen will. Bei Gojko Kacar und Artjoms Rudnevs laufen die Verträge aus. Hoffentlich denkt beim HSV niemand daran, mit ihnen weiter zu arbeiten. Damit wären schon einmal drei Spieler weg, die in Hamburg bestimmt keiner vermisst. Vor allem die Offensive muss generalüberholt werden. Dort hat in dieser Spielzeit nur Nicolai Müller überzeugt.

Michael Gregoritsch ist ein Talent und genießt noch Welpenschutz. Was Aaron Hunt, Sven Schipplock, Pierre-Michel Lasogga und Rudnevs abliefern, ist nicht erstligareif. Hunt scheint körperlich ein Wrack zu sein. Und Schipplock, Lasogga sowie Rudnevs liefern sich auf der Mittelstürmerposition einen Konkurrenzkampf auf Drittliganiveau. Vor allem bei Lasogga stimmt das Preis-Leistungsverhältnis nicht. Seinen Retter-Bonus hat der Stürmer längst verspielt. Der HSV braucht also mindestens zwei neue Angreifer. Die gehandelten Branimir Hrgota, Martin Harnik und Bobby Wood könnten passen. Sie sind zumindest stärker als die Stürmer, die der HSV derzeit hat. Die Offensive ist aber nicht die einzige Baustelle. Auch im defensiven Mittelfeld gibt es Defizite. Albin Ekdal und Lewis Holtby passen nicht zusammen. Bei Holtby fällt auf, dass er seine stärkste Phaseausgerechnet dann hatte, als Ekdal fehlte.

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erstellt am 17.Apr.2016 | 06:00 Uhr

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