Anstsoss – Die HSV-Kolumne : Der HSV braucht einen starken Lasogga

Lars Zimmermann
Lars Zimmermann

Autor Lars Zimmermann widmet sich an diesem Sonntag der Offensive.

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07. Dezember 2014, 06:00 Uhr

Hamburg | Der Retter ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Ohne Pierre-Michel Lasoggas Tore hätte der HSV in der vergangenen Saison niemals den Klassenerhalt geschafft. Doch das ist vorbei. In dieser Spielzeit ist Lasogga eines der Gesichter der Krise. Anfang des Jahres stand er noch im Kader der Nationalmannschaft. Am vergangenen Wochenende saß er selbst beim HSV nur auf der Bank und wurde erst kurz vor Schluss eingewechselt.

Der Leistungseinbruch des Stürmers ist für die Hamburger vor allem deshalb bitter, weil das Offensivspiel von Anfang an auf ihn ausgerichtet war. Er ist der einzige Stürmer von Format. Wenn der ehemalige Berliner nicht trifft, herrscht Flaute. Sein Ersatz Rudnevs ist ein Kämpfer und hat ab und an mal einen lichten Moment. Für die Bundesliga reicht sein Niveau aber nicht annähernd aus.

Rudnevs ist beim HSV ohnehin mehr geduldet als erwünscht. Er ist nur noch in der Hansestadt, weil ihn kein anderer Verein haben wollte. Die Hamburger haben von Anfang voll auf die Karte Lasogga gesetzt. Auch, weil es keine geeignete Alternative gab. Gute Stürmer sind Mangelware und deshalb für den klammen HSV nicht zu bezahlen.

Da die Zahl der hochklassigen Angreifer so rar gesät ist, dürften die wirklich Guten momentan auch gar kein Interesse haben, nach Hamburg zu kommen und dort gegen den Abstieg zu kämpfen.

Also bleibt den Hanseaten gar nichts anderes übrig, als auf eine Leistungsexplosion Lasoggas zu hoffen. Die Rothosen haben nämlich nur eine Chance, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien, wenn Lasogga endlich wieder regelmäßig trifft.

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