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HSV-Kolumne : Der Heilsbringer ist nun eine Lachnummer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Diese Woche befasst sich unser Kolumnist Lars Zimmermann mit Beiersdorfers verzweifelter Suche nach einem neuen HSV-Trainer.

Hamburg | Suche Coach, der Lust hat, für acht Spiele eine Trümmertruppe zu übernehmen. Chancen auf eine Weiterbeschäftigung gibt es keine. Dafür aber die Möglichkeit, den Ruf zu ruinieren, weil man den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte zu verantworten hat. So oder ähnlich hätte eine Stellenanzeige des HSV nach der Entlassung von Josef Zinnbauer aussehen können. Ein Jobangebot, das nicht gerade attraktiv klingt. So ist es kein Wunder, dass Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer keinen Kandidaten gefunden hat und deshalb nun mit Peter Knäbel der Direktor Profifußball die Rothosen retten soll.

Eine Wahl, die nichts als nackte Verzweiflung ausdrückt. Ob Knäbel ein fähiger Trainer ist, weiß kein Mensch. Auch Beiersdorfer nicht. Es sei denn, er hätte vor 15 Jahren regelmäßig die Spiele im schweizerischen Winterthur verfolgt (das war Knäbels letzte Trainerstation). Da aber offensichtlich kein anderer zu finden war, der bis Saisonende den Steigbügelhalter für Beiersdorfers Wunschkandidaten Thomas Tuchel spielen will, geht der HSV-Boss volles Risiko. Er setzt darauf, dass es schon irgendwie mit dem Klassenerhalt klappt und dann in der kommenden Saison mit dem Traumprinzen Tuchel alles gut wird. Ob der wirklich kommt, steht in den Sternen.

Ein Plan B zu diesem Szenario existiert nicht. Und genau das muss sich Beiersdorfer vorhalten lassen. Im schnelllebigen Profigeschäft müssen die Verantwortlichen sich mit Alternativen beschäftigen. Von der Aufbruchstimmung bei  Beiersdorfers Start ist spätestens jetzt nichts mehr übrig. Der Heilsbringer ist zur Lachnummer geworden.

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erstellt am 29.Mär.2015 | 05:00 Uhr

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