Ab Oktober 2018 : Der A380 kommt nach Hause: Emirates setzt Airbus täglich zwischen Hamburg und Dubai ein

Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates auf dem Flughafen in Düsseldorf. Emirates hat 20 weitere Maschinen diesen Types geordert.
Ein Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates auf dem Flughafen in Düsseldorf.

Durch den Einsatz des größten Passagierflugzeugs der Welt erhöht sich die Kapazität auf der Strecke um 22 Prozent.

shz.de von
28. Mai 2018, 11:56 Uhr

Hamburg | Jahrelang wurde in Hamburg gehofft, spekuliert und dementiert – seit Montag ist es Gewissheit: Der Airbus A 380 wird die Hansestadt ab Herbst regelmäßig im Liniendienst anfliegen. Die Fluggesellschaft Emirates setzt das größte Passagierflugzeug der Welt ab 29. Oktober für eine ihrer zwei täglichen Verbindungen Dubai-Hamburg ein. „Wir sind begeistert, unser Airbus-Flaggschiff nun endlich nach Hause zu bringen und Hamburg als Neuzugang zu den bestehenden 48 A380-Zielen begrüßen zu können“, sagte Volker Greiner, Emirates-Vice-Präsident für Nord- und Zentraleuropa. Mit dem Einsatz des Großraum-Jets erhöht sich die Kapazität auf der Strecke zwischen Golf und Elbe um mehr als ein Fünftel. 

Hamburg hat seit jeher ein geradezu inniges Verhältnis zu dem Riesenflieger. Innenausstattung und Lackierung erfolgen im Airbuswerk Finkenwerder, ebenso die Auslieferung eines Teils der fertigen Maschinen. Wann immer einer der 73 Meter langen Doppelstockflieger in den vergangenen Jahren zu Stippvisiten in Fuhlsbüttel niederging, waren viele Schaulustige auf den Beinen.

Für den Flughafen Helmut Schmidt ist der erste A380-Lininendienst ein erheblicher Prestige-Gewinn. Airport-Chef Michael Eggenschwiler: „Mit der erhöhten Sitzplatzkapazität unterstreicht Emirates die Attraktivität der Strecke und der Metropolregion Hamburg, wie auch die Bedeutung unseres Flughafens im internationalen Streckennetz der Airline.“

Die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die Abfertigung des Mega-Fliegers sind vorhanden. Seit 2017 stehen am Airport zwei flexible Doppelfluggastbrücken, über deren je zwei „Finger“ die mehr als 500 Passagiere zügig vom Jet ins Terminal gelangen und umgekehrt. Als Ausweichflughafen für die Airbus-Werkspiste verfügt Fuhlsbüttel zudem über befestigte Grünstreifen neben den Landebahnen, damit der Riesenjet mit einer Flügelspannweite von 80 Metern keinen Dreck aufwirbelt.

In der Emirates-Konfiguration bietet der Luftgigant 516 Sitze in drei Klassen. Außer 426 Plätzen in der Economy-Klasse gibt es in der Business Class 76 Flachbett-Sitze sowie 14 Erste-Klasse-Privat-Suiten im Oberdeck – mit Zugang zu Duschen.

Der erste A380 wird am 29. Oktober einmalig im Morgendienst ab Dubai eingesetzt und laut Flugplan um 12.55 Uhr in Fuhlsbüttel landen. Ab 30. Oktober hebt der Doppelstöcker täglich um 15 Uhr in Dubai ab und erreicht den Schmidt-Flughafen um 19.05 Uhr. Zurück geht’s ab 21 Uhr, Landung in Dubai ist um 6.20 Uhr. Die zweite tägliche Verbindung wird weiterhin mit einer Boeing 777 abgewickelt.

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