Zwei Verletzte in der Wandelhalle : Deckenteile im Hauptbahnhof in Hamburg abgestürzt

Polizisten stehen an der Unfallstelle, auf dem Boden liegt die Deckenverkleidung.

Polizisten stehen an der Unfallstelle, auf dem Boden liegt die Deckenverkleidung.

Am Hamburger Hauptbahnhof sind Deckenteile herabgestürzt und haben zwei Personen verletzt.

glosemeyer_barbara_75R_7369.jpg von
28. November 2017, 15:33 Uhr

Hamburg | Das hätte viel schlimmer ausgehen können: Wie erst jetzt bekannt wurde, ist am Montag gegen 13 Uhr mitten im Treiben des Hamburger Hauptbahnhofs in der Wandelhalle im ersten Obergeschoss zwischen Mc Donald’s und Schweinske eine 30 Quadratmeter große Deckenkonstruktion aus Gips mit einem Metallrahmen eingestürzt. Das hat der Pressesprecher der Bundespolizei, Rüdiger Carstens, gegenüber shz.de bestätigt. 

Zwei 17-jährige Mädchen, die sich zufällig im ersten Obergeschoss der Wandelhalle aufhielten, sind dabei verletzt worden. Eines der Mädchen sei von dem herabstürzenden Teil zu Boden gerissen, ihre Begleiterin leicht gestreift worden.

Der Hamburger Hauptbahnhof ist der wichtigste Eisenbahnknoten von Hamburg und mit bis zu 500.000 Reisenden täglich der meistfrequentierte Fernabahnhof der Deutschen Bahn. Der Durchgangsbahnhof wurde am 6. Dezember 1906 in Betrieb genommen.

Beide Mädchen seien nach ambulanter Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. „Es ist glimpflich ausgegangen an einer Stelle, wo sich normalerweise viele Menschen aufhalten“, sagt der Sprecher der Bundespolizei, „aber zwei verletzte Mädchen sind trotzdem zu viel“. Wie es zu dem Einsturz kommen konnte, ist derzeit noch völlig unklar. Das Eisenbahnbundesamt war am Montag gegen 15 Uhr und auch am Dienstag noch mit Sachverständigen anwesend, die die Unfallstelle untersuchten.

Ob Baumängel zum Einsturz führten oder etwa marodes, veraltetes Material werden die Prüf-Ergebnisse der unabhängigen Ingenieure zeigen, die vom Eisenbahnbundesamt (EBA) als Aufsichtsbehörde für den Bahnbetrieb eingeschaltet wurden. Wann die Gutachten vorliegen werden, konnte eine Sprecherin des EBA nicht sagen. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen − auch wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.

Die Einsturzstelle in der Wandelhalle blieb am Dienstag noch weiträumig abgesperrt. Schweinske und Mc Donald’s waren unmittelbar nach dem Sturz geräumt und die Decken auf eventuelle Schäden überprüft worden. Das Schweinske soll nach Informationen der Bundespolizei inzwischen wieder den regulären Gastronomiebetrieb aufgenommen haben, Mc Donald’s soll noch geschlossen bleiben.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

 
zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert