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„Gebäude-Oscar“ : Das sind Hamburgs schönste Gebäude 2016

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Der Architekten- und Ingenieurverein würdigt jährlich Bauwerke von herausragender Qualität – dieses Jahr auch einen Park.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 16:51 Uhr

Hamburg | Sie sind die schönsten der schönen unter Hamburgs neuen Bauten: Der Architekten- und Ingenieurverein Hamburg (AIV) hat jetzt fünf Projekte als „Bauwerke des Jahres 2016“ gekürt. Unter den Gewinnern sind auch ein Park, eine Brücke und ein Baumhaus. Mit dem „Gebäude-Oscar“ würdigt der AIV jedes Jahr „vorbildliche Gebäude und städtebauliche Anlagen, deren herausragende Qualität das Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit von Architekten, Ingenieuren und Bauherren ist“.

Die Preisträger 2016

 

Familien-Baumhaus auf dem UKE-Gelände in Eppendorf

Einen Sonderpreis gab's für das Familien-Baumhaus im Uniklinikum Eppendorf.
Einen Sonderpreis gab's für das Familien-Baumhaus im Uniklinikum Eppendorf. Foto: UHZ
 

Das Familien-Baumhaus erhielt den Sonderpreis für sein Architekturkonzept. Das rund 200 Quadratmeter große Bauwerk liegt in 7,50 Metern Höhe auf einem alten Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Entworfen hat es die Bauabteilung des UKE. Es beherbergt drei große Appartements als kostenlosen Rückzugsort für Familien von Kindern, die am Universitären Herzzentrum behandelt werden. Jurymitglied Stefan Ehmann: „Trotz vermeintlicher Transparenz bleiben die Räumlichkeiten dem interessierten Auge derjenigen, die das Baumhaus überhaupt entdecken, jedoch verborgen.“ Der im Inneren verwendete Baustoff Holz schaffe „wirksam Ruhe und Geborgenheit vor neugierigen Blicken inmitten von Baumwipfeln des alten, unmittelbar angrenzenden Baumbestandes“.

Maritimes Wohnen am Kaufhauskanal in Harburg

Wohnungen am Kaufhauskanal in Harburg, entworfen vom Architekturbüro BIG Bjarke Ingels Group aus Kopenhagen.
Wohnungen am Kaufhauskanal in Harburg, entworfen vom Architekturbüro BIG Bjarke Ingels Group aus Kopenhagen. Foto: Behrendt Gruppe/Norbert Weidemann
 

Das Architekturbüro BIG Bjarke Ingels Group aus Kopenhagen hat die Stadtwohnungen im Harburger Binnenhafen entworfen: „Erstaunlich aber wahr. In Hamburg hat es jahrzehntelang kein so eindeutiges und im besten Sinne skandinavisch geprägtes Beispiel von Städtebau und Architektur gegeben", lobte Architekt Mathias Hein, AIV-Vorstands- und Jurymitglied. Das Preisgericht gefiel die „Klarheit ohne dogmatische Strenge“ sowie  die „spielerisch freie Formensprache in gestalterischer Einheitlichkeit, die sich aus zwei, drei Grundgedanken herleiten lässt“.

Erweiterung Firmensitz Gebrüder Heinemann

Erweiterung des Firmensitzes der Gebrüder Heinemann an der Koreastraße (Hafencity).

Erweiterung des Firmensitzes der Gebrüder Heinemann an der Koreastraße (Hafencity).

Foto: gmp/Marcus Bredt
 

Die Erweiterung der Unternehmenszentrale der Gebrüder Heinemann in der Hafencity verbindet Alt und Neu. Entworfen wurde der Anbau an der Koreastraße vom Architekturbüro gmp (von Gerkan, Marg und Partner). Gebr. Heinemann haben ihren Sitz in einem ehemaligen Lagerhaus aus den 1960er-Jahren. Daneben hat gmp ein sieben- bis neungeschossiges gestaffeltes Bürogebäude geschaffen. „Der Neubau besticht architektonisch und städtebaulich als Kopf des Ensembles zwischen Shanghaiallee und Maritimen Museum“, sagte Jurymitglied Mathias Hein.

Zitadellenbrücke in Harburg

Die Drehbrücke im Harburger Hafen bekommt die Auszeichnung für ihre Funktion als „Brückenschlag“ zwischen Innenstadt und Schlossinsel.
Die Drehbrücke im Harburger Hafen. Foto: Channel-Harburg
 

Die Zitadellenbrücke im Harburger Binnenhafen wurde von Winking Froh Architekten, entworfen. Laut Jury schafft das Bauwerk „einen wohlplatzierten städtebaulichen Brückenschlag zwischen der Harburger Innenstadt und der Schlossinsel".

Lohsepark in der HafenCity

Sonderpreis Landschaftsgestaltung für den Lohsepark in der Hafencity.
Sonderpreis Landschaftsgestaltung für den Lohsepark in der Hafencity. Foto: Multivision

Mit dem Sonderpreis Landschaftsgestaltung hebt der AIV den größten Park der Hafencity hervor. Die Gestaltung des vier Hektar großen Lohseparks stammt an Vogt Landschaftsarchitekten aus Berlin. Die Grünfläche verbindet den nördlichen Rand des Stadtteils mit der Elbe. In ihm findet sich eien Mischung aus Erholungs- und Aktivangeboten.

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