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Internorga in Hamburg : Das sind die erfolgreichsten Gastro-Betriebe Deutschlands

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Burger-Ketten sind in Deutschland besonders beliebt. Ein norddeutsches Unternehmen mischt in den Top-5 mit.

Hamburg | Ganz vorn McDonald's - und dahinter lange nichts: Die Buletten-Bräter-Kette bleibt mit weitem Abstand größter Gastronomiebetrieb in Deutschland. Laut der am Mittwoch von der Wirtschaftsfachzeitschrift Food-Service in Hamburg veröffentlichten Rangfolge setzte der US-Konzern 2015 in seinen knapp 1500 Restaurants hierzulande 3,08 Milliarden Euro um. Nach zwei Jahren mit zweistelligen Gästerückgängen legte McDonald's um 2,3 Prozent zu. Rang zwei behauptete Konkurrent Burger King (knapp 700 Betriebe, 865 Millionen Umsatz, + 3,5 Prozent) vor dem Lufthansa-Caterer Sky Chefs (824 Millionen Euro, + 10 Prozent).

Umsatzstärkste Gastrofirma in Norddeutschland bleibt die Bremerhavener Fischrestaurant-Kette Nordsee auf Platz 5, gefolgt von den Hamburger Großanbietern Edeka (Platz 10), Block-Gruppe (13) und Joey's Pizza Service (15). Insgesamt verbuchten die 100 Größten der Branche einen Zuwachs um fünf Prozent – Beleg für die gute Konjunktur und die Lust der Deutschen auf Außer-Haus-Verpflegung.

Senkrechtstarter 2015 war „Hans im Glück“, der mit seinen Gourmet-Burgern und Cocktails den Umsatz binnen Jahresfrist verdoppelte. Das Konzept „besser statt billiger“ gehe voll auf, urteilt Food-Service. Überdurchschnittlich gern beißen bei „Hans im Glück“ übrigens weibliche Gäste ins Bulettenbrötchen. Weitere Shootingstars in der Tabelle sind Dean & David (Frische-Fast-Food) sowie die Pizzeria-Kette L’Osteria.

Unternehmen Umsatz in Mio. Euro*
McDonald’s 3080
Burger King 865,0
LSG Lufthansa Service 824,0
Autobahn Tank & Rast 621,0
Nordsee Holding 297,9
Yum! (KFC, Pizza Hut) 267,8

*Stand 2015/ Quelle: Food-Service

Auch der Marktausblick auf 2016 ist laut der Fachzeitschrift verheißungsvoll. Etwa 80 Prozent der befragten Betriebe erwarten höhere Umsätze bei weiter steigenden Durchschnittsbons. Top-Chancen werden dem To-go-Business sowie den Bringdiensten attestiert.

Internorga zeigt die neuesten Food-Trends

Die neuesten Trends der Food-Szene stehen im Mittelpunkt der am Freitag beginnenden Gastro-Messe Internorga in Hamburg. Zur 90. Auflage hat der Veranstalter das Fachinstitut GDI aus Zürich mit einem Blick in die gastronomische Zukunft beauftragt. Herausgekommen sind sieben, freilich eher abstrakte „Trend-Thesen“. Dazu zählt die Revolution des Außer-Haus-Marktes durch Digitalisierung. Im Klartext: Gastronomen bekommen allerlei Konkurrenz aus artfremden Bereichen, etwa von Anbietern neuer Nahrungsmittel wie Käse-, Fleisch- und Eierersatz oder durch On-Demand-Lieferdienste lokaler Bauernhöfe. Die Experten raten: „Der Gastronom von morgen muss auf allen Kanälen medial präsent sein.“

Eine zunehmende Herausforderung seien wachsende und teils widersprüchliche Wünsche der Kunden, die zugleich gesund und bequem verpflegt sein wollen. Auffallend ist zudem der Retro-Trend zum Daheim-Essen, heutzutage befriedigt durch Lieferdienste, aber auch durch Mietköche. Traditionelle Restaurants müssten sich neu positionieren, wollten sie ihre Lokale auch in Zukunft füllen. Dabei helfe die Erkenntnis, dass Essen immer stärker zum Lifestyle, ja zum Identifikationsmittel und Statussymbol werde, so das GDI. Restaurants sollten sich „als Ort der Inspiration, des Abenteuers und der Neugier“ etablieren, aber auch wieder stärker als „sozialer Lebensmittelpunkt“.

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erstellt am 10.Mär.2016 | 00:01 Uhr

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