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Anstoss - Die HSV-Kolumne : Das reicht nicht für den Klassenerhalt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Lars Zimmermann macht sich Gedanken über die „Beton-Beschaffenheit“ des HSV.

Die Null muss stehen. Der HSV hat das gute alte Huub-Stevens-Motto offenbar ein wenig missverstanden. Anders lässt sich die Zusammenstellung des Kaders nicht erklären. Schon nach den ersten Bundesligaspielen ist klar, dass die Null bei den Hanseaten leider viel zu oft auf der falschen Seite steht und der Sturm meistens nur ein laues Lüftchen ist. Verteidigung und Mittelfeld mögen halbwegs Bundesliga-Ansprüchen genügen, doch vorne herrscht der Notstand.

Einziger Stürmer, der fußballerisch etwas bewegen kann, ist Pierre-Michel Lasogga. Doch dessen Körper scheint den harten Anforderungen im Profi-Geschäft nicht gewachsen zu sein. Schon bei Hertha hatte er ständig mit Blessuren zu kämpfen. Daran hat sich in Hamburg nichts geändert. Deswegen war es fahrlässig, in vorderster Front nur auf den Retter der vergangenen Saison zu setzen. Läuft es bei ihm nicht, ist kein Ersatz da. Rudnevs kämpft vorbildlich, wäre aber bei einem Klub wie Erzgebirge Aue besser aufgehoben. Selbst für gehobenes Zweitliga-Niveau reichen seine Qualitäten nicht. Bleibt als Hoffnungsträger nur noch der von Bayern ausgeliehene Julian Green. Der hat zwar Talent. Ob er sich in der Bundesliga durchsetzen kann, ist aber ungewiss.

Da auch im Mittelfeld kein Spieler eine zweistellige Torquote garantiert, wird dem HSV in vielen Spielen gar nichts anderes übrig bleiben, als hinten Beton anzurühren. Statt furiosem Offensivfußball müssen sich die Fans vermutlich häufig auf wenig erbaulichen Catenaccio einstellen. Damit die Null wenigstens auf beiden Seiten steht. Nur: Für den Klassenerhalt wird das nicht reichen.

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erstellt am 28.Sep.2014 | 06:00 Uhr

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