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Stadtpark : Das Hamburger Planetarium lässt Sterne heller leuchten

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Anderthalb Jahre musste Hamburg auf den Sternenzauber des Planetariums verzichten. Nach dem Umbau wartet auf die Besucher viel Neues im historischen Kuppelbau.

Hamburg | Das Hamburger Planetarium soll nach seiner Wiedereröffnung wieder der Star unter Deutschlands Sternentheatern werden. Der umfangreiche Ausbau und die neue Technik haben nach Ansicht von Kultursenator Carsten Brosda (SPD) den Weg dafür bereitet, dass die Einrichtung das bleibt, was sie schon vor Beginn der Baumaßnahmen gewesen ist: „das erfolgreichste Planetarium Deutschlands“. Für das Haus im Stadtpark kein Griff nach den Sternen: Mehr als 300.000 Besucher jährlich kamen vor der Schließung in den alten Wasserturm - so viel wie in kein anderes Planetarium in Deutschland, wie die Verantwortlichen betonen. Am Montag stellten sie ihre neuen Räume vor, am Dienstagabend wird Wiedereröffnung gefeiert.

Eine Projektion zur Entstehung unserer Galaxis.

Eine Projektion zur Entstehung unserer Galaxis.

Foto: dpa
 

Anderthalb Jahre dauerte der Umbau. Etwa 7,4 Millionen Euro gab es von der Stadt, rund 2,5 Millionen Euro für die Modernisierung der Technik. In der 21-Meter-Kuppel des Sternensaals erzeugt der Kosmos-Simulator „Digistar 6“ mit einem Cluster aus 20 Grafik-Computern dreidimensionale Bildwelten, die von Projektoren als Rundumbild an die Kuppel geworfen werden. Das Ergebnis: Ein Bild in 8K-Auflösung mit rund 40 Millionen Bildpunkten, das nach Planetariumsangaben viermal schärfer und viermal heller ist als bislang. Das Sternentheater sei weltweit das erste, das Veranstaltungen mit 8K-3D-Bild in Kombination mit 3D-Ton biete.

Als Wasserturm wurde das Gebäude nur kurz genutzt: Hamburg hat eines der ältesten Planetarien.

Als Wasserturm wurde das Gebäude nur kurz genutzt: Hamburg hat eines der ältesten Planetarien.

Foto: dpa
 

„Wir haben hier Weltklassestandard erreicht“, sagte Brosda bei seinem Besuch am Montag. Auch als eines der dienstältesten Sternentheater gilt das Hamburger Haus. Der vor gut 100 Jahren von den Architekten Oskar Menzel und Fritz Schumacher errichtete Wasserturm diente nur wenige Jahre seinem eigentlichen Zweck. 1930 wurde das Planetarium eröffnet.

Das Besondere sei die Kombination aus Tradition und Aufbruch in diesem Haus, sagte Direktor Thomas Kraupe, dem nun „zum Feiern zumute“ sei. Zugleich betonte er: „Bei allen neuen Techniken, 3D und spektakulären Projektionen, der Sternenhimmel mit all seinen Sternenbildern bleibt das zentrale Element - unsere Kronjuwelen.“ Im Rahmen der seit Sommer 2015 laufenden Umbauarbeiten wurden barrierefreie Zugänge zur Aussichtsplattform in 45 Metern Höhe und zum Sternensaal geschaffen, außerdem Shops und Büroräume. Das Foyer im Erdgeschoss wurde wesentlich vergrößert und ist nun zweigeschossig. Auch das gastronomische Angebot soll besser werden: Das Café „Nordstern“ verfügt über 72 Plätze im Innen- und 80 Plätze im Außenbereich.

Die aufgemalten Sternzeichen prangen an der Decke im Foyer des Planetariums in Hamburg.

Die aufgemalten Sternzeichen prangen an der Decke im Foyer des Planetariums in Hamburg.

Foto: dpa
 

Für das Publikum beginnt das Planetariumsprogramm am Freitag (17. Februar) mit der Premiere von „Wir sind Sterne - 3D“. Mit der Stimme von Comedian Bastian Pastewka als Zirkusdirektor geht es auf Reise in den magischen Wunderzirkus des Universums - mit einer Zeitmaschine 13,8 Milliarden Jahre durch Raum und Zeit. Ihre Europapremiere hat die Show bei der festlichen Wiedereröffnung an diesem Dienstag.

Dann will auch Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) dabei sein, der das Planetarium bereits in einer Mitteilung als „Herzenssache“ und ein „Wahrzeichen“ der Stadt bezeichnete. „Wir Hamburger machen nicht gern Theater, aber wir haben gern welche“, betonte er. „Dieser schöne alte Wasserturm hier ist unsere große Himmelsoper.“

Das nächste Highlight steht am 22. Februar auf dem Programm: „Days Of Eternity“, die zweite 360-Grad-Show mit dem Musikprojekt Lichtmond in dem Sternentheater, feiert Weltpremiere. Schon die erste Lichtmond-Show „Universe Of Light“ sei ein „Riesenerfolg“ gewesen, sagte Planetariumsdirektor Thomas Kraupe.

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erstellt am 13.Feb.2017 | 16:03 Uhr

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