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Infos, Reaktionen, Interaktive Olympiakarte : Das alles könnte Olympia in Hamburg sein

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Breite Unterstützung für die Olympia-Bewerbung der Hansestadt. Hier finden Sie alles zu den Spielen an Alster und Elbe.

shz.de von
erstellt am 18.Mär.2015 | 15:00 Uhr

Hamburg | Seit das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Hamburg zum deutschen Bewerber für die Sommerspiele 2024 oder 2028 gekürt hat, ticken die Metropole und ihr Umland im Olympia-Modus. Ab sofort heißt es: mit Hochdruck planen, rechnen, Bürger überzeugen. Ziel ist der Sommer 2017. Dann entscheidet das Internationale Olympische Komitee (IOC), wer 2024 die Spiele ausrichten darf. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Was sind die nächsten Schritte?

Die DOSB-Mitgliederversammlung muss am Sonnabend, 21. März, die Empfehlung des Präsidiums bestätigen. Das ist wohl nur Formsache. Unmittelbar danach schreibt Hamburg drei zentrale Aufgaben europaweit aus. Senatskanzleichef Christoph Krupp: „Ein Gutachten zur Erstellung des Bewerbungskonzepts, einen Masterplan für die Olympic City auf dem Kleinen Grasbrook sowie einen Masterplan für Transport und Verkehr.“

Was kostet Olympia in Hamburg?

Dazu gibt es noch keine klare Antwort. Die Bewerbungskampagne wird 50 Millionen Euro erfordern, 25 Millionen davon will Hamburgs Wirtschaft beisteuern. Hinzu kommt die reine Ausführung der Spiele – von temporären Bauwerken bis zu Trillerpfeifen für Schiedsrichter – für zwei bis drei Milliarden Euro. Laut Krupp wird diese Summe vermutlich von Einnahmen aus TV-Übertragungen und Marketingerlösen mehr als gedeckt.

Wie viel muss Hamburg zahlen?

Die von der Stadt zu tragenden Kosten – vor allem für neue Sportstätten – hatte der Senat früher auf 2,1 Milliarden Euro geschätzt. Krupp sagte gestern in Anspielung auf die Elbphilharmonie vorsichtig: „Bei Olympia legen wir zuerst fest, was gebaut wird, bevor wir Zahlen nennen.“ Mehrere Milliarden wird zudem der Ausbau von Verkehrswegen kosten, unter anderem die U4-Verlängerung, eine Elbbrücke, aber auch die Ertüchtigung von Autobahnen und Schienenverbindungen im Großraum der Metropole. Den Großteil soll der Bund tragen.

Bleibt es beim Konzept der Spiele im Hafen?

Ja. Sportsenator Michael Neumann (SPD) sagt aber auch: „Wir werden das Konzept überplanen und dabei vor allem die Athleten einbinden.“ Es gehe um „optimale Spiele für die Sportler, nicht für irgendwelche Staatschefs“. Änderungen an den bekannten Planungen sind damit wahrscheinlich, was auch Wettkampforte im Umland betreffen kann. Gesetzt sind dagegen die allermeisten Standorte auf Hamburger Gebiet, allen voran das Olympische Zentrum auf dem Grasbrook.

Was findet in den Nachbarbundesländern statt?

Stand jetzt: Segeln (Kiel oder Lübeck), Vor- und Zwischenrundenspiele im Fußball (Bremen, Hannover, Wolfsburg) sowie im Handball (Kiel, Flensburg, Schwerin). Vielseitigkeitsreiten in Luhmühlen, Schießen in Garlstorf (beides Landkreis Harburg, Niedersachsen) sowie Golf auf Gut Kaden (Kreis Segeberg).

Wer bewirbt sich noch um Olympia 2024?

Rom und Boston stehen als Kandidaten fest. Eine Bewerbung von Paris gilt als wahrscheinlich. Mögliche weitere Konkurrenten sind Istanbul, Doha, Pretoria, Baku und Melbourne.

Wie stehen Hamburgs Chancen im Rennen gegen solche Kaliber?

Sportsenator Neumann: „Sehr gut!“ IOC-Beobachter halten dagegen Boston für favorisiert, da die USA „an der Reihe sind“. DOSB-Präsident Alfons Hörmann kontert: „Es ist ein Vorurteil, dass die Spiele 2024 schon sicher an Boston vergeben sind.“

Steht Deutschland hinter Hamburg?

Ja. Bundesinnenminister Thomas de Maizière: „Für Olympia sind wir ab heute alle Hamburger.”

Was, wenn Hamburg für 2024 scheitert?

Dann ist ein zweiter Anlauf für 2028 bereits vereinbart.

 

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