Nach Havarie bei der Hanse Sail : Dampfeisbrecher „Stettin“ ist auf dem Weg nach Hamburg

Die Stettin im Hamburger Nordhafen.

Die Stettin im Kieler Nordhafen.

Der Unfall sorgte vor dem Hintergrund der Debatte um Sicherheitsbestimmungen auf Traditionsschiffen für Aufsehen.

shz.de von
19. August 2017, 09:09 Uhr

Rostock/Hamburg | Der bei einem Zusammenstoß mit einer Fähre auf der Rostocker Hanse Sail beschädigte historische Dampfeisbrecher „Stettin“ verlässt am Samstag (10 Uhr) Rostock. Wie die Berufsgenossenschaft (BG) Verkehr am Freitag mitteilte, wurde der etwa 1,70 Meter mal 50 Zentimeter große Riss in der Bordwand temporär repariert, so dass das Traditionsschiff eine Fahrtgenehmigung in seinen Heimathafen Hamburg erhielt. Dort wird der Schaden noch einmal begutachtet.

Der Unfall hat die Diskussion zwischen Traditionsschiffern und dem CSU-geführten Bundesverkehrsministerium um eine neue Sicherheitsverordnung neu angefacht.

Am Samstagabend erreichte die „Stettin“ die Kieler Förde. Nach der Einschleusung in die Schleuse in Kiel-Holtenau nahm das Schiff Kurs auf den Kieler Nordhafen und machte an dem Gelände des Lokomotivherstellers Voith an der Uferstraße im Stadtteil Kiel-Holtenau seine Leinen fest.

Zum Zeitpunkt der Kollision mit einer rückwärts fahrenden Fähre hatte die „Stettin“ rund 140 Ausflugsgäste an Bord. Zehn wurden früheren Angaben zufolge leicht verletzt. Zur Unfallursache wollte die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) wegen der laufenden Ermittlungen keine Angaben machen. Die BSU werde das Schiff demnächst begutachten, sagte BSU-Direktor Ulf Kaspera.

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