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„Tibet - Nomaden in Not“ : Dalai Lama besucht Ausstellung in Hamburg

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Der Dalai Lama begeistert die Menschen bei seinem mehrtägigen Hamburg-Besuch. Nach Vorträgen vor tausenden Zuhörern besichtigt das Oberhaupt der Tibeter nun eine Ausstellung im Völkerkundemuseum über tibetische Nomaden.

Hamburg | Am dritten Tag seines Hamburg-Besuches wird der Dalai Lama im Völkerkundemuseum erwartet. Dort wird das geistliche Oberhaupt der Tibeter am Montag die Ausstellung „Tibet - Nomaden in Not“ besichtigen. Mit rund 80 Fotos, Alltagsgegenständen und Ritualobjekten dokumentiert die Schau das Leben der Nomaden in der Himalaya-Region, deren jahrhundertealte Tradition bedroht ist: Bis 2015 möchte die chinesische Verwaltung sie in „sozialistischen Dörfern“ zwangsansiedeln. Bislang sind nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker zwei Millionen tibetische Nomaden betroffen. Anschließend setzt der 79-Jährige seine buddhistischen Unterweisungen im Congress Centrum (CCH) vor 5000 Zuhörern fort.

Zum Auftakt seines Deutschland-Besuches hatte der Dalai Lama zum Frieden in der Welt aufgerufen. „Jeden Tag sehen wir im Fernsehen schreckliche Bilder von Brüdern und Schwestern, die sich gegenseitig umbringen“, sagte der Friedensnobelpreisträger am Samstag vor 7000 Zuhörern im ausverkauften Hamburger Congress Centrum (CCH). „Dagegen müssen wir etwas tun. Der Frieden kommt nicht von Allah oder Buddha, sondern muss von den Menschen geschaffen werden.“

Am Dienstag will der 79-Jährige, der seit Jahrzehnten vor einem „kulturellen Völkermord“ in seiner Heimat warnt, auf einer Podiumsdiskussion über die Lage in Tibet sprechen.

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erstellt am 25.Aug.2014 | 06:39 Uhr

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