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35,6 Millionen Tonnen : Containerumschlag im Hamburger Hafen legt zu

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Der Hafen ist noch immer die Herzkammer der Hamburger Wirtschaft. Von dem Rückschlag nach der Finanzkrise 2008 hat sich der Hafenumschlag noch nicht wieder ganz erholt. Doch es geht aufwärts, trotz massiver Probleme mit der Infrastruktur.

shz.de von
erstellt am 19.05.2014 | 12:45 Uhr

Hamburg | Der Güterumschlag im Hamburger Hafen ist zum Beginn des Jahres kräftig gewachsen. In den ersten drei Monaten gingen 35,6 Millionen Tonnen über die Kaikanten, das sind 8,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die Marketing-Gesellschaft des Hafens am Montag in der Hansestadt mit.

Der Containerumschlag erhöhte sich um 8,0 Prozent auf 2,4 Millionen Standardcontainer. Dazu trugen die Importe wie auch die Exporte fast gleichermaßen bei. Damit habe der Hamburger Hafen trotz einiger Beeinträchtigungen seine Wettbewerbsposition stärken könnten. Der Marktanteil unter den vier großen nordwesteuropäischen Häfen stieg um 1,4 Punkte auf 26,8 Prozent.

In den Jahren 2007 und 2008 wurden in Hamburg jeweils fast zehn Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen; im Zuge der Finanzkrise gab es einen Einbruch auf sieben Millionen TEU. Seitdem geht es Schritt um Schritt aufwärts, doch die Umschlagmengen der Boomjahre sind noch nicht wieder erreicht. Im vergangenen Jahr lag der Containerumschlag bei 9,3 Millionen TEU.

Der Hamburger Hafen leidet gegenwärtig unter Problemen mit der Infrastruktur. Im vergangenen Jahr war der Nord-Ostsee-Kanal, eine wichtige Zubringerwasserstraße für den Hamburger Hafen, mehrfach gesperrt oder nur begrenzt benutzbar. Die Brücken im Hafen sind teilweise nur eingeschränkt befahrbar oder werden gerade erneuert. Und wegen der immer größeren Containerschiffe fordert die Hafenwirtschaft eine Elbvertiefung, die jedoch nach Klagen auf Eis liegt. Im Sommer will das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig darüber verhandeln.

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