Schlag gegen kriminelle Bande : Chef von „Enkeltrick“-Betrügern in Ungarn festgenommen

Sie waren die Erfinder des Enkeltricks. 14 Personen sitzen in Haft. Der Drahtzieher saß in Polen, doch auch in Hamburg schlugen die Fahnder zu.
Die Dunkelziffer bei Enkeltrick-Betrügern ist hoch, viele Opfer empfinden Scham.

Der Kopf einer „Enkeltrick“-Betrügerbande wurde in Ungarn festgenommen und nach Hamburg überstellt. Die Bande soll für mehr als 180 Fälle verantwortlich sein.

shz.de von
28. Juli 2016, 09:55 Uhr

Hamburg | Mit Hilfe einer internationalen Fahndung ist der Chef einer „Enkeltrick“-Betrügerbande in Ungarn festgenommen und nach Hamburg überstellt worden. Der 29 Jahre alte Mann gelte als Mitglied eines Führungstrios in diesen Fällen, teilte die Polizei Hamburg am Mittwoch mit.

Mit dem „Enkeltrick“ werden ältere Menschen getäuscht, indem ihnen eine persönliche Beziehung und eine finanzielle Notlage vorgegaukelt werden, um sie um Ersparnisse oder Schmuck zu bringen. Die Betrügerbande hat mit dieser Masche Millionen verdient.

Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte gegen den Beschuldigten im Oktober 2015 einen Haftbefehl erwirkt und ihn international zur Festnahme ausschreiben lassen, teilte die Polizei mit.

Das Ermittlungsverfahren gegen eine Familie, die in mehr als 180 Fällen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg mit dem „Enkeltrick“ Menschen geschädigt haben soll, läuft seit 2011. Diesbezüglich seien im Mai 2014 in Deutschland und Polen 30 Objekte durchsucht und 20 Haftbefehle erwirkt worden, erklärte die Polizei.

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