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G20-Gipfel : Busse in der Hamburger Innenstadt fahren nicht - Stadt schenkt kostenlosen Museumstag

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Während des G20-Gipfels gibt es nur einen eingeschränkten ÖPNV in Hamburg.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2017 | 10:32 Uhr

Hamburg | Der G20-Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer im Juli in Hamburg wird deutliche Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr nach sich ziehen. Die meisten Buslinien in der Innenstadt werden zumindest an den Gipfeltagen 7. und 8. Juli nicht fahren, teilte die Hamburger Hochbahn der Deutschen Presse-Agentur mit. Viele Linien, die aus den Außenbezirken der Hansestadt in die Innenstadt führen, würden verkürzt. So fahre zum Beispiel die vielgenutzte Buslinie 5 von Niendorf Markt nur noch bis zur Hoheluftbrücke, wo die Fahrgäste in die U-Bahn wechseln sollen. Mit einem kostenlosen Museumstag möchte sich die Stadt bei den Hamburger für die G20-Strapazen bedanken.

Beim G20-Gipfel in Hamburg werden massive Proteste erwartet. Die Polizei wollte schon ein Demonstrationsverbot für die Innenstadt verhängen. Wer die Gipfelgegner sind und was sie antreibt, können Sie hier nachlesen.

„Wir empfehlen, die Innenstadt während des G20-Gipfels nicht aufzusuchen, wenn es nicht erforderlich ist“, sagte Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum. Wer in die Innenstadt müsse, solle U- und S-Bahnen nutzen, die weitgehend ohne Einschränkungen fahren sollen.

Etliche Detailfragen seien jedoch noch nicht endgültig geklärt - zum Beispiel, ob die U-Bahn-Station an den Messehallen während der Gipfeltage bedient werde. Durch Demonstrationen oder aktuelle Entwicklungen könnten sich zudem auch kurzfristig Veränderungen der Verkehrslage ergeben.

Als Dank für die Einschränkungen während des G20-Gipfels soll es am Sonntag, 9. Juli, einen Tag lang freien Eintritt in alle großen Hamburger Museen wie beispielsweise die Kunsthalle haben. Das berichtet das „Hamburger Abendblatt“.

Damit wolle sich die Regierung von SPD und Grünen bei den Bürgern für ihr „Verständnis für die Beeinträchtigungen und Einschränkungen durch den G20-Gipfel bedanken, und zwar nicht nur mit Worten, sondern mit Taten“, sagte SPD-Fraktionschef Andreas Dressel dem Abendblatt.

Demnach wolle der Senat den Museen die Einnahmeausfälle und Zusatzkosten erstatten, erklärte Dressel. Einen entsprechender Antrag wollen SPD und Grüne am nächsten Mittwoch in die Bürgerschaft einbringen.

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac und das Bündnis „Jugend gegen G20“ haben am Samstag gegen den G20-Gipfel im Sommer mobil gemacht. An Tanzdemonstrationen und Straßentheater vor dem Hamburger Hauptbahnhof beteiligten sich bis zu 100 Aktivisten. Die Aktionsakademie Attac veranstaltete in der Hansestadt ihre jährliche Tagung. Referenten berichteten über den Stand der Planungen zu den Camps, dem Alternativgipfel und der geplanten Großdemonstration anlässlich des G20-Gipfels am 7. und 8. Juli.

Bunter Protest gegen den G20-Gipfel vor dem Hamburger Hauptbahnhof.

Bunter Protest gegen den G20-Gipfel vor dem Hamburger Hauptbahnhof.

Foto: dpa
 

Mit verschiedenen Workshops stimmten sich die Jugendlichen auf den Gipfel ein. Rund 70 Teilnehmer kamen zu der Versammlung, um sich über die Möglichkeiten des Protests und die Vorbereitung eines Bildungsstreiks am 7. Juli zu informieren. „Das Ziel der Demonstration ist es, unseren Forderungen nach einer solidarischen Gesellschaft Gehör zu verschaffen“, sagte Bündnis-Sprecher Marvin Hopp bei einer Pressekonferenz.

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