Fokus auf Strategiefähigkeit : Bundeswehr eröffnet „Think Tank“ in Hamburg

Die Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.
Die Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg kooperiert bei dem Projekt mit der Helmut-Schmidt-Universität.

Beim „Think Tank“ handelt es sich nicht um einen neuen Panzer, sondern um die erste Denkfabrik der Bundeswehr.

shz.de von
29. Juni 2018, 06:56 Uhr

Hamburg | Die Bundeswehr bekommt eine eigene Denkfabrik in Hamburg: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will den neuen „Think Tank“ am Samstag eröffnen. Die Führungsakademie der Bundeswehr, in der Spitzenpersonal der Truppe seit Jahren aus- und fortgebildet wird, kooperiert dafür mit der Helmut-Schmidt-Universität. „Eine Einrichtung mit vergleichbarer fachlicher Expertise existiert derzeit in Deutschland nicht“, sagte der Kommandeur der Führungsakademie, Brigadegeneral Oliver Martin Kohl. Die neue Denkfabrik werde einen Beitrag zur Strategiefähigkeit der Bundeswehr leisten und zudem die Bundesregierung in diesem Bereich beraten. Das Gemeinschaftsprojekt bekommt den Namen German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS).

Hamburg sei als Standort für die strategische Planung der Bundeswehr besonders geeignet, weil dort sowohl die Führungsakademie als auch die Uni der Bundeswehr ansässig seien, sagte der Kommandeur. „Unser gemeinsames internationales Netzwerk ist heute schon stark“, sagte Kohl. „Mit der Zusammenarbeit werden wir es noch erheblich stärker ausbauen.“

Bei einer Tagung im Vorfeld der Eröffnung der neuen Denkfabrik wollen Experten über unterschiedliche Strategien und ihre Wirkung diskutieren. Verteidigungsministerin von der Leyen wird nach der Eröffnung des neuen „Think Tanks“ am Samstag bei einem großen militärischen Appell mehr als 300 neue Offiziere ernennen.

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