Verkehrsbehörde : Brückeneinsturz in Genua: Hamburger Brücken sind verkehrssicher

Täglich sind Wegewarte in der Stadt beziehungsweise Autobahnmeister auf Kontrollfahrten unterwegs und überprüfen unter anderem die Köhlbrandbrücke.

Täglich sind Wegewarte in der Stadt beziehungsweise Autobahnmeister auf Kontrollfahrten unterwegs und überprüfen unter anderem die Köhlbrandbrücke.

Ein erprobtes System von Bauwerksbesichtigungen und -prüfungen nach DIN-Norm stellt die Stabilität der Bauwerke sicher.

shz.de von
14. August 2018, 17:31 Uhr

Hamburg | Angesichts des Brückeneinsturzes in Genua (Italien) hat die Hamburger Verkehrsbehörde auf die Sicherheit der Bauwerke in der Hansestadt hingewiesen. „Alle Straßenbrücken in Hamburg sind stand- und verkehrssicher“, teilte die Behörde am Dienstag mit. „Ein Unglück wie in Genua kann niemals mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden, ist aber in Deutschland eher unwahrscheinlich.“

Nach Angaben der Behörde gibt es hierzulande ein erprobtes System von Bauwerksbesichtigungen und -prüfungen nach DIN-Norm. Außerdem seien täglich Wegewarte in der Stadt beziehungsweise Autobahnmeister auf Kontrollfahrten unterwegs. So würden Gefahrenstellen rechtzeitig erkannt. Außerdem greife ein Nachrechnungsprogramm, mit dem potenziell gefährdete Bauwerke überprüft würden. „Wir sanieren Straßen und Brücken mit Hochdruck“, konstatierte die Behörde.

Sie ist nach eigenen Angaben für 1176 städtische Brücken zuständig sowie weitere 297 Brücken im Bundeseigentum (Autobahnen). Für deren Unterhalt werden jährlich rund 18 Millionen Euro veranschlagt. Die Hamburger Hafenbehörde betreut 119 Brücken, darunter auch die 1974 in Betrieb genommene Köhlbrandbrücke. Deren Lebenszeit wird nach früheren Angaben im Jahr 2030 überschritten sein, weshalb derzeit ermittelt wird, ob sie durch einen höhren Neubau oder einen Tunnel ersetzt werden soll. Schon jetzt gibt es Einschränkungen auf der markanten Hochbrücke, die täglich von bis zu 40.000 Fahrzeugen passiert wird. Für Lastwagen gilt seit 2012 ein Überholverbot.

Auf der A7 südlich des Elbtunnels wird voraussichtlich von Jahresende an eine marode 400 Meter lange Tunnelrampe zwischen Waltershof und der Elbtunnel-Einfahrt abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Anschließend wird dort eine vier Kilometer lange Hochstraße der Autobahn für das hohe Verkehrsaufkommen von mehr als 120 000 Fahrzeugen täglich von sechs auf acht Spuren ausgebaut. Von Hamburgs Bezirken werden 394 kleinere Brücken verwaltet.

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