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St. Pauli gegen SC Teutonia 1910 : Benefizspiel für getöteten Diren

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500 Zuschauer kamen zum Spiel des FC St. Pauli gegen Direns Heimatverein SC Teutonia 1910. Die Einnahmen sollen der Familie zugutekommen. Diren war im April in den USA in der Garage eines 29-Jährigen erschossen worden.

Hamburg | In Hamburg unterstützte am Mittwochabend der Fußball-Zweitligist FC St. Pauli die Familie des Jugendlichen. Die Kiezkicker bestritten vor geschätzten 500 Zuschauern gegen Direns Heimatverein SC Teutonia 1910 ein Benefizspiel, dessen Einnahmen der Familie des 17-Jährigen zugutekommen sollten. Zu Beginn der Partie war mit einer Schweigeminute des getöteten Teenagers gedacht worden.

Diren war Ende April in der Garage des 29-Jährigen erschossen worden. Der Hausbewohner steht im Verdacht, dort eine Falle für Einbrecher aufgebaut zu haben. Diren wurde am Montag bei Gündogan auf der Bodrum-Halbinsel in der Türkei bestattet. Was der Teenager in der Garage wollte, ist bislang unklar. Der Verteidiger des mutmaßlichen Todesschützen sagte, Diren habe dort mit einem Mitschüler möglicherweise Alkohol gesucht. Das sogenannte „Garage Hopping“, bei dem aus Kühlschränken in fremden Garagen alkoholische Getränke geholt werden, sei eine bei Schülern aus der Big Sky High School in Missoula verbreitete Mutprobe, sagte Verteidiger Paul Ryan der Zeitung.

Der Todesschütze im Fall des Hamburger Austauschschülers Diren hat einem Pressebericht zufolge Drogen konsumiert. Die Zeitung „The Missoulian“ aus dem Bundesstaat Montana schrieb am Dienstag (Ortszeit) unter Berufung auf einen Durchsuchungsbericht, in der Küche des 29-jährigen Tatverdächtigen sei ein Glas mit Marihuana gefunden worden. Der Hausbesitzer habe hin und wieder in der Garage Marihuana geraucht, gab demnach ein Nachbar der Polizei zu Protokoll. Ein Bluttest sei angeordnet worden.

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erstellt am 07.Mai.2014 | 19:32 Uhr

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