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Anstoss - Die HSV-Kolumne : Bei einer Pleite wird es für Zinnbauer eng

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach Ansicht unseres Autors Lars Zimmermann wählt der Trainer zu häufig das falsche Personal aus.

Hamburg | Der HSV bestreitet heute sein bisher wichtigstes Spiel in dieser Saison. Nach der 0:8-Blamage in München wird sich zeigen, ob die Mannschaft psychisch stark genug ist, um einen solchen Rückschlag zu verkraften.

Sollte es das nächste Debakel geben, dürfte es auch für Trainer Josef Zinnbauer eng werden. Der hatte mit einigen unverständlichen Personalentscheidungen großen Anteil an der Klatsche von München. Gegen die geballte Bayern-Weltklasse die Außenverteidiger Ashton Götz und Ronny Marcos zu stellen, musste schief gehen.

Auch Zinnbauers Nibelungentreue zu Heiko Westermann ist nicht nachzuvollziehen. „HW4“ ist ein Kämpfer, wie es beim HSV nicht viele gibt. Mit haarsträubenden Fehlpässen verschuldet er aber immer wieder Gegentore und ist deshalb zum untragbaren Sicherheitsrisiko geworden. Trotz allem steht er fast immer auf dem Platz. Es wirkt fast so, als ob Zinnbauer seinem alten Kumpel Westermann, den er von früher kennt, nicht wehtun möchte. Lobenswerte Loyalität, für die im knallharten Profigeschäft aber leider kein Platz ist - und die auf den Trainer zurückfällt, da so das Leistungsprinzip ad absurdum geführt wird.

Eine Entwicklung, die auch Peter Knäbel und Dietmar Beiersdorfer nicht verborgen geblieben sein dürfte. Bei einer erneuten Pleite wird deshalb spätestens die darauf folgende Partie in Frankfurt für Zinnbauer zum Endspiel. Verliert der HSV gegen Gladbach, dürfte in der kommenden Woche jedenfalls wieder einmal der Name Felix Magath durch Hamburg geistern.

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erstellt am 22.Feb.2015 | 06:00 Uhr

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