Autobahn 24 bei Hamburg : Behörden ziehen Vollsperrung der Dauerbaustelle vor

Eine Sperrung an einer Autobahnauffahrt. /Archiv
Die A24 wird in der Ferienzeit gesperrt. /Archiv

Die Straßensperrung in den Ferien soll Pendler entlasten, denen sonst monatelang täglich Staus drohen würden.

shz.de von
28. Juni 2018, 17:06 Uhr

Hamburg | Anstelle von einem halben Jahr Dauerbaustelle auf der Autobahn 24 in Hamburg haben sich die Behörden für vier bis sechs Wochen Vollsperrung entschieden. Die A24 wird zwischen dem Horner Kreisel und dem Kreuz Ost von Sonntag, 8. Juli, bis zum Sonnabend, 4. August komplett dichtgemacht. Die Verbindungsrampen zur A1 aus und in Richtung Bremen bleiben sogar bis zum 19. August gesperrt. Die Auffahrt Jenfeld in Richtung Hamburg-Centrum wird bereits am Montag, 2. Juli, gesperrt, um dort das Gelände nach Blindgängern abzusuchen.

Anlass ist die Grundsanierung des 6,6 Kilometer langen Streckenabschnitts zwischen dem Kreisel und dem Kreuz Ost, wie Verkehrskoordinator Christian Merl mitteilte. „Wir sind überzeugt: Sechs Wochen Vollsperrung in der Ferienzeit, wo viele im Urlaub sind, ist für die Pendler wesentlich besser, als 27 Wochen Bau der A24 mit nur einem Fahrstreifen pro Richtung.“ Das gäbe nach Merls Einschätzung Staus über eine „unfassbar lange Zeit bis auf die A1 zurück“. 

Für eine leistungsstarke Verkehrsführung während der Bauzeit sei die 1937 gebaute Autobahn 24 zu schmal, weshalb ein Bau unter dem rollenden Rad – wie auf der A7 nördlich des Elbtunnels – keine Option sei. „Deshalb bauen wir die A24 unter Vollsperrung in den Ferien, wo die Belastung am geringsten ist. Wichtig ist, dass nach den Hamburger Sommerferien die A24 den Pendlern wieder voll zur Verfügung steht und alle rasch an ihr Ziel kommen.“

In der Ferienzeit sind auf dem betroffenen Abschnitt täglich im Durchschnitt 40.000 Fahrzeuge unterwegs. Die Vollsperrung betrifft viele Einpendler aus den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn sowie aus Richtung Lübeck, die weiter in die Hamburger Innenstadt wollen. Der Verkehr wird während der Bauzeit in Hamburg über die Bundesstraße 5, die Anschlussstelle Hamburg-Billstedt und die A1 umgeleitet. Mit der B5 stehe eine leistungsstarke Umfahrung zur Verfügung, so Merl. Seit Donnerstag weisen elektronische Hinweistafeln die Autofahrer auf die bevorstehenden Einschränkungen hin.

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