Hamburg : Bedroht und beleidigt: Rechte Hass-Mails an die Bürgerschaftspräsidentin

Carola Veit hat Strafanzeige erstattet und das Schreiben via Twitter veröffentlicht.

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14. September 2018, 16:34 Uhr

Hamburg | Die Hamburger Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit ist in einer Hass-Mail bedroht und beleidigt worden, nachdem sie einem Abgeordneten wegen rechtspopulistischer Entgleisungen das Wort entzogen hatte. „Du Volkxverräterin sollst hängen und deine Sozenschweine gleich mit ich hoffe es gibt genug Laternen im Linksgrünversifften Hamburg“, schrieb der Unbekannte in einer Mail voller Rechtschreibfehlern an die SPD-Politikerin. Sie solle aufpassen, „vielleicht sticht dir mal jemand ein Messer in deinen scheiß Hals“.

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Veit selbst hatte die E-Mail mit dem Kommentar „Ein Ton ist das heute wieder...“ bei Twitter öffentlich gemacht. Wie Bürgerschaftssprecher Sascha Balasko sagte, wurde Strafanzeige erstattet. Hass-Mails gebe es häufiger, in schwerwiegenden Fällen wie diesem würden die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ über den Fall berichtet.

Veit hatte dem fraktionslosen Abgeordneten Ludwig Flocken - der ehemals über die AfD-Liste in die Bürgerschaft eingezogen war - in der Sitzung der vergangenen Woche nach rechtspopulistischer Hetze das Wort entzogen. Zuvor hatten bereits viele Abgeordnete aus Protest den Saal verlassen.

Der Verfasser der E-Mail bezeichnete Flocken als „Held“ und „Patrioten“. „Nächstes mal erwischt es dich“, drohte er Veit. Unterschrieben war die Mail mit „Sieg Heil“.

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