Hammerbrooklyn Digital Campus : Bauarbeiten starten: In Hammerbrook soll Hamburgs Zukunftslabor entstehen

Ein zweites Leben als Digital-Campus: Der USA-Pavillon zur Expo 2015 wird in Hamburg zur Heimat für Hammerbrooklyn.

Ein zweites Leben als Digital-Campus: Der USA-Pavillon zur Expo 2015 wird in Hamburg zur Heimat für Hammerbrooklyn.

Forscher, Entwickler, Unternehmen und Institutionen wollen den digitalen Wandel praktisch zum Nutzen für die Stadt gestalten.

shz.de von
02. Mai 2018, 18:59 Uhr

Hamburg | Startschuss für den mit viel Vorschusslorbeeren bedachten Digital-Campus Hammerbrooklyn: In diesen Tagen beginnen am Oberhafen die Bauarbeiten für das ambitionierte Vorhaben, deren Macher Großes versprechen: „Am Stadtdeich entsteht ein Ort, an dem die Stadt der Zukunft erlebbar und anfassbar wird.“ Forscher, Entwickler, Unternehmen und Institutionen wollen dort den digitalen Wandel ganz praktisch zum Nutzen für die Stadt gestalten.

Im ersten Schritt wird auf ehemaligen Großmarkt-Flächen, vis-à-vis der Hafencity, der ehemalige USA-Pavillon der Weltausstellung 2015 als „Digital Pavillon und architektonisch prägendes Zentrum“ errichtet. Eröffnung des Gebäudes, das mit seiner begrünten Fassade bei der Expo in Mailand für Aufsehen gesorgt hatte, soll im ersten Quartal 2019 sein.

Der Eingang des geplanten Hammerbrooklyn Digital-Campus.
Hammerbrooklyn

Der Eingang des geplanten Hammerbrooklyn Digital-Campus.

 

Der Hammerbrooklyn Digital Campus im Stadtteil Hammerbrook solle zu einem „Ort des interdisziplinären Austausches und der gemeinschaftlichen Entwicklung einer modernen, digitalen Stadt, Wirtschaft und Gesellschaft werden“, heißt es beim Projektentwickler Art-Invest Real Estate. Die angehenden Visionäre kommen aus Industrie und Mittelstand, Institutionen, Start-ups und Behörden. Erste Nutzer und Partner sind die Hochbahn, Volkswagen, die Deutsche Bahn, Siemens sowie die Handelskammer. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) organisiert die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft.

Ehrgeizige Ideen für die „Smart Mobility“

Der Fokus liegt zunächst auf der Mobilität der Zukunft. Im digitalen Versuchslabor will Hamburg seine ehrgeizigen Ideen für die „Smart Mobility“ entwickeln und auf die Straße bringen, die den Weltverkehrskongress 2021 in der Hansestadt prägen sollen. Weitere Schwerpunkte in Hammerbrooklyn sind Virtual und Augmented Reality, 3-D-Druck sowie die Veränderungen von Wertschöpfungsketten durch die Blockchain-Technologie.

Ohnehin wimmelt es in der Projektbeschreibung nur so vor englischen Trendbegriffen. So sollen am Oberhafen eine Digital Academy mit Lehr- und Veranstaltungsräumen, ein Maker Space sowie Lounges und Gastronomieangebote eine Umgebung für „kreatives und disruptives Denken“ schaffen. 

Eine geplante Nutzfläche von insgesamt 50.000 Quadratmetern

Vorgesehen sind insgesamt drei Gebäude mit insgesamt 50.000 Quadratmetern Nutzfläche. Der USA-Expo-Pavillon dient als zentrale Plattform für die Vernetzung, ausgestattet mit Town Hall, Auditorium sowie Flächen für Ateliers und Restaurant auf dem Dach. Zudem entstehen ein „Solution Building“ in Holzstapelbauweise als Arbeitsplatz für Start-ups sowie ein „Campus of Solutions“, der auch die städtebauliche Entwicklung des industriell geprägten Stadtteils voranbringen soll. 

Bis 2027 sollen mehr als 150 Millionen Euro in das Vorhaben fließen. Johannes Lichtenthaler, Partner bei Art-Invest Real Estate und Gründungspartner des Hammerbrooklyn Digital Campus: „Wir schaffen gemeinsam einen Ort, der zum internationalen Anziehungspunkt werden wird.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen