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Größte Haltestelle in Hamburg : Bauarbeiten an neuer U4-Haltestelle: „Nächster Halt: Elbbrücken“

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Das imposante Glasdach der neuen U4-Station ist fast fertig. Eine erste Testfahrt soll in einem Jahr stattfinden.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2017 | 19:44 Uhr

Hamburg | Eine 250 Kilogramm schwere Glasscheibe schwebt über der Baustelle an den Elbbrücken. Der Kranführer lässt sie behutsam herunter. Sie ist eine von 1200 Glasscheiben, die eingesetzt werden in das 120 Meter lange gewölbte Dach der neuen U4-Haltestelle. Wenn das Wetter mitspielt, ist die letzte Scheibe in zwei Wochen eingesetzt. Dann kann der Innenausbau beginnen.  

Es ist ein imposantes Stahlgerüst-Gebilde, das am Ende der östlichen Hafencity in die Höhe und in die Breite wächst und sich architektonisch und optisch mit der geschwungenen Stahlkonstruktion der Elbbrücken verbindet. Der Entwurf stammt vom Büro der Hamburger Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp). Der Bahnhof bildet künftig den Schlusspunkt der Hafencity und das südliche Eingangstor zur Innenstadt.

Die Bauarbeiten „laufen wie am Schnürchen“, sagt Christoph Kreienbaum, Pressesprecher der Hochbahn, beim Besuch auf der Baustelle. „Wir können den Zeitplan halten“ und die Kosten für den spektakulären Bau würden mit 170 Millionen Euro etwa zehn Millionen unter der Kalkulation bleiben. In gut einem Jahr, am 9. Dezember 2018, wird die Haltestelle ihren regulären Betrieb aufnehmen; ab Oktober sind Testfahrten  geplant.

Visualisierung: So soll der neue U-Bahnhof Elbbrücken aussehen.
Visualisierung: So soll der neue U-Bahnhof Elbbrücken aussehen. Foto: Gmp
 

Die Hochbahn rechnet mit durchschnittlich 18.000 Fahrgästen pro Tag. Die U4 schließt hier an den Elbbrücken nicht nur die östliche Hafencity und den Stadtteil Rothenburgsort an das HVV-Netz an. Und sie soll mit einem direkten Übergang zur S-Bahnlinie 3 auch zu einer deutlichen Entlastung des Hauptbahnhofs beitragen.

Auch die Zukunft wurde strategisch mitbedacht. „Die Haltestelle ist so hoch gebaut, dass wir den Sprung über die Elbe ans gegenüber liegende Nordufer machen können, um den neuen Stadtteil Grasbrook an die U4 anzubinden“, erläutert Kreienbaum. Doch erst einmal wird an den Elbbrücken weiter gebaut. „Das sind noch viele kleine Einzelgewerke, die Hand in Hand laufen müssen“, so Kreienbaum. Aber selbst wenn es zu Verzögerungen kommen sollte, lägen sie  gut im Zeitplan.

Einen festen Termin gibt es bereits für Pfingsten 2018. Dann soll der 65 Meter lange Skywalk − das Verbindungsbauwerk von der U4-Haltestelle zur künftigen S-Bahn-Haltestelle − in acht Meter Höhe über die Wilhelmsburger Reichstraße zu den S-Bahngleisen eingebaut werden. Der Übergang wird bis auf den Boden komplett verglast und bietet dann schöne Blicke auf Stadt und Elbe.

Die Station in Zahlen

Länge 136 Meter
Breite 32 Meter
Höhe 16 Meter
Konstruktion
  • 242 Stahlbauteile für das Dach
  • Schweißpunkte an 168 Knotenpunkten
  • 6000 Tonnen Schotter
  • 3100 Schwellen
  • 4,4 Kilometer Schienen
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