Spieler-Kehraus in Hamburg : Ausmisten beim HSV: Wer kommen und gehen soll

Es müssen nicht nur Spieler gehen, deren Verträge auslaufen. Und es kursieren viele Namen – doch noch ist kein Transfer abgeschlossen. Der Etat soll schrumpfen.

Avatar_shz von
08. Juni 2015, 14:40 Uhr

Hamburg | Eine Woche nach der glücklichen Rettung mistet der Hamburger SV seinen Kader aus und bastelt an einem erfolgreicheren Team. „Mal sehen, ob jetzt wenigstens vernünftige Analysen stattfinden und personell endlich richtige Schlüsse gezogen werden“, forderte der ehemalige HSV-Torhüter Uli Stein die Vereinsführung im „kicker“ trotz des Verbleibs in der Fußball-Bundesliga zum Durchgreifen auf. Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer & Co. seien nun gefragt, Konsequenzen zu ziehen. Doch wie könnten diese aussehen?

Fliegen raus: Rafael van der Vaart und Marcell Jansen

Bisher stehen der Abgang von Rafael van der Vaart und Marcell Jansen fest. Die Verträge der Großverdiener enden am 30. Juni. Wie auch bei den Verteidigern Heiko Westermann und Slobodan Rajkovic sowie den Mittelfeldakteuren Ivo Ilicevic und Gojko Kacar. Über sie beraten Trainer Bruno Labbadia und Sportchef Peter Knäbel derzeit. Möglich, dass einer aus diesem Kreis zu deutlich geringeren Bezügen einen Anschlussvertrag erhält.

Gute Karten soll Ilicevic haben. Er soll einen neuen Vertrag bekommen, für ein Jahr mit Option auf Verlängerung. Das berichtet mopo.de.

Von derzeit 36 Spielern will der HSV seinen Kader auf 24 bis 25 Profis reduzieren. Der Gehaltsetat soll von 52 auf 40 bis 42 Millionen Euro sinken.

Fliegt raus: Maximilian Beister

Überraschend kommt der Fast-Rauswurf von Maximilian Beister. „Der HSV hat mir mitgeteilt, dass ich mir einen neuen Verein suchen soll“, verriet der 24 Jahre alte Angreifer der „Bild“-Zeitung. Beister galt lange Zeit als Hoffnungsträger, ein Kreuzbandriss und ein anschließender Meniskusschaden warfen ihn aber zurück. In der abgelaufenen Saison kam er lediglich zu fünf Kurzeinsätzen.

Fliegt raus: Valon Behrami

Die Trennung von Valon Behrami scheint ebenfalls beschlossen. Zwar hat der Schweizer noch einen Vertrag bis 2017, ist aber im Team wegen seiner aggressiven Umgangsformen umstritten. Labbadia hatte den defensiven Mittelfeldakteur in der entscheidenden Saisonphase nicht berücksichtigt. Offiziell war er verletzt. Dass er am Tag nach dem entscheidenden HSV-Relegationsspiel in Karlsruhe (2:1) fit meldete, um für die Schweiz zu spielen, stützt die These vom Abschied.

Kommen zurück: Kerem Demirbay und Jonathan Tah

Fest steht, dass die ausgeliehenen Top-Talente Kerem Demirbay (Kaiserslautern) und Jonathan Tah (Düsseldorf) zurückkehren. „Wir planen mit ihnen“, sagte Knäbel kürzlich.

Kommt neu: Damian Suarez

Als sicherer Zugang gilt auch der uruguayische Rechtsverteidiger Damian Suarez (Elche FC). Er ist ablösefrei und soll Druck auf Dennis Diekmeier ausüben. Ansonsten wird vor allem frischer Wind in der Offensive gesucht, denn in der abgelaufenen Serie brachte es der HSV gerade mal auf 25 Tore.

Im Gespräch: Süleyman Koc

Mit Außenstürmer Süleyman Koc von Erstliga-Absteiger SC Paderborn haben sich Knäbel und Labbadia schon getroffen. Koc' Berater René Deffke bestätigte „offene und intensive Gespräche“ - und großes Interesse des Profis an einem Wechsel in die Hansestadt.

Im Gespräch: Admir Mehmedi

Kontakte hält Knäbel, der ehemalige Technische Direktor des Schweizer Fußball-Verbandes, zum eidgenössischen Nationalspieler Admir Mehmedi. Der will Absteiger SC Freiburg trotz Vertrags bis 2019 verlassen, kostet aber eine stattliche Ablöse. Der HSV prüft, ob er sie stemmen kann.

Im Gespräch: Batuhan Altintas

Hingegen für kleines Geld soll Batuhan Altintas (Bursaspor) kommen. Das türkische Stürmertalent stellte sogar schon Fotos im HSV-Dress ins Internet. Perfekt ist der Wechsel aber noch nicht.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen