2,6 Milliarden Euro : Auftrieb für Fährtourismus: Reedereien bestellen neue Schiffe

Nach zehn Jahren ohne größere Investitionen rüsten die Schiffahrtskonzerne wieder auf.

shz.de von
15. Juni 2018, 16:04 Uhr

Hamburg | Reisen mit Fährschiffen sind vor allem bei Familien mit Kindern beliebt. Sie reisen oft mit dem Auto, viel Gepäck und möglicherweise noch einem Haustier in die Ferien und sehen Schiffspassagen als Alternative zu Flugreisen oder überlangen Autofahrten. Das ergab eine Marktuntersuchung im Auftrag des Verbandes der Fährschifffahrt und Fährtouristik (VFF), die am Freitag in Hamburg vorgestellt wurde.

Der Interessenverband hat bei dem Marktforschungsinstitut Norstat erstmals eine repräsentative Untersuchung zum Fährschiff-Tourismus in Europa in Auftrag gegeben. Danach haben rund 24 Millionen Passagiere in den vergangenen fünf Jahren einen Teil ihrer Urlaubsreise auf dem Wasser per Fähre zurückgelegt.

Nach zehn Jahren ohne größere Investitionen bestellen die Reedereien nun auch wieder mehr Schiffe, um ihre Flotten zu verjüngen. Aktuell seien allein bei den Mitgliedern des Verbandes 25 Schiffe mit einer Tonnage von mehr als einer Million Bruttotonnen im Bau oder fest bestellt. Dafür investieren die Unternehmen rund 2,6 Milliarden Euro. Gebaut werden diese Fähren überwiegend in China, da deutsche und europäische Werften auf Jahre hinaus keine Bauplätze mehr frei haben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen