zur Navigation springen

Anfeindungen auf dem Fußball-Platz : Amateur-Schiris in Hamburg erwägen Boykott

vom

Gewalt, Anfeindungen und Agressionen: Gerhard Delling ist Schirmherr der Kampagne „Hamburgs Fußball zeigt Flagge“.

Hamburg | Wegen ständiger Anfeindungen auf dem Platz erwägen Hamburgs Amateur-Schiedsrichter einen Boykott. „2015 haben wir 500 Schiedsrichter ausgebildet, aber mehr als 500 haben aufgehört. Die Schiedsrichter wollen sich dieses Verhalten von Spielern, Trainern und Zuschauern nicht antun“, sagte der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses des Hamburger Fußball-Verbandes (HFV), Wilfred Diekert, Hamburger Medien (Mittwoch).

„Schiedsrichterentscheidungen sind Tatsachenentscheidungen“: Dieser Spruch gehört auf vielen Plätzen offenbar der Vergangenheit an. Es wird diskutiert, gepöbelt oder sogar geprügelt. Immer wieder kommt es zu unsportlichem Verhalten gegenüber der Referees durch Spieler, Trainer oder Zuschauer.

„Immer mehr Schiedsrichter sagen mir, wir sollten mal zwei Wochen keine Spiele leiten, um ein deutliches Zeichen zu setzen. Damit die Vereine sehen: Ohne uns geht es nicht“, sagte Diekert. Immer weniger junge Menschen wollten Spiele wegen der zum Teil gewalttätigen Ausschreitungen leiten, auch ehrgeizige Eltern erschwerten die Aufgabe.

„Sportschau“-Moderator Gerhard Delling hat sich als Schirmherr der Kampagne „Hamburgs Fußball zeigt Flagge“ zur Verfügung gestellt. „Gerade die Schiedsrichter müssen geschützt werden und verdienen höchsten Respekt“, hatte er am Dienstag bei der Enthüllung des Schildes „Wer den Schiedsrichter oder die Schiedsrichterin beschimpft, muss mit der Verweisung von der Sportanlage rechnen. Der Vorstand“ gesagt. Vereine können diese Schilder kostenlos vom HFV anfordern. Delling selbst erlebte nach eigenen Angaben Anfeindungen, als er als Schiedsrichter bei einem Spiel seiner Tochter einsprang.

 

zur Startseite

von
erstellt am 24.Feb.2016 | 15:43 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen