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Hamburg-St. Pauli : Alter Elbtunnel: Sanierung wird teurer als geplant

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Ursprünglich sollten die Bauarbeiten im Jubiläumsjahr 2011 fertig sein. Doch immer neue Schäden lassen die Kosten explodieren.

shz.de von
erstellt am 27.Nov.2015 | 10:16 Uhr

Hamburg | Der alte St.Pauli-Elbtunnel wird saniert. Doch unter der Fahrbahndecke wurden jetzt weitere Schäden entdeckt. Da diese nicht einkalkuliert waren, wird die Sanierung teurer als geplant. Das berichtet das Hamburger Abendblatt. Demnach wurden die Schäden in einer der beiden Tunnelröhren festgestellt, zusätzliche Arbeiten sind unumgänglich.

Immer wieder kommt es zu Fehlkalkulationen, bei denen am Ende die Kosten für Bauprojekte steigen. Bei der Elbphilharmonie stieg der Kostenanteil für die Stadt Hamburg von zunächst 114 Millionen im Jahr 2007 auf 575 Millionen im Jahr 2012 und 789 Millionen im April 2013.

Die Sanierung des Gebäudes aus dem Jahr 1911 sollte ursprünglich 17 Millionen Euro kosten. Immer wieder wurden jedoch weitere Schäden an der Bausubstanz festgestellt, die die Kosten weiter in die Höhe trieben. Letzten Schätzungen nach liegen diese inzwischen bei 100 Millionen Euro. Der Komplex ist denkmalgeschützt.

Überlegungen, die Sanierung der westlichen Röhre ganz auszusetzen habe es laut Bericht bereits gegeben. Finanzielle Unterstützung aus dem Kulturetat der Bundesregierung rettete das auf der Kippe stehende Projekt. 2017 sollen die Arbeiten an der Oströhre fertiggestellt sein. Die Reparaturkosten belaufen sich auf 47 Millionen Euro.

Am Freitag äußert sich der Betreiber, die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA), auf einer Pressekonferenz zu dem Bauvorhaben.

Während der Bauarbeiten ist der Tunnel für Fußgänger und Fahrradfahrer durchgängig befahrbar. Vom 21. Dezember bis zum 4. Januar ist der Tunnel für Autos gesperrt.

Hintergrund: Der Alte Elbtunnel

1911 öffnete der St. Pauli-Elbtunnel seine Pforten. Er unterquert die Norderelbe auf einer Länge von 426,5 Metern und verbindet die Landungsbrücken in St. Pauli mit der Elbinsel Steinwerder. Damals diente er Werft- und Hafenarbeitern als Verbindungsweg, heute wird er hauptsächlich von Rad- und Fußgängern genutzt. Seit 2003 steht der Tunnel unter Denkmalschutz. Bereits seit 1994 wird der Tunnel sowie die beiden Kuppelgebäude saniert. Ursprünglich sollten die Arbeiten im Jubiläumsjahr 2011 abgeschlossen sein.

 
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