Sanierung Oströhre : Alter Elbtunnel eine Woche autofrei

Der alte Elbtunnel ist eine Woche lang für Autos gesperrt.
Der alte Elbtunnel ist eine Woche lang für Autos gesperrt.

Stau wird es nicht geben vor der alten Röhre, denn er ist gesperrt für Autos.

shz.de von
26. November 2018, 10:28 Uhr

Hamburg | Das Ende der Sanierungsarbeiten in der Oströhre des Alten Elbtunnels rückt näher. In dieser Woche sollen die Tunnelsohlen asphaltiert werden, wie die Hamburger Hafenbehörde HPA mitteilte. Für Autofahrer wird die Unterführung zwischen St. Pauli und Steinwerder gesperrt. Da auch die Lastenaufzüge nicht in Betrieb sein werden, müssen Radfahrer auf die Personenaufzüge ausweichen und mit erheblichen Wartezeiten rechnen. Am Mittwoch soll der Tunnel zwischen 10 und 16 Uhr sogar komplett gesperrt werden, weil eine Bauwerksprüfung in der Weströhre stattfindet. Dann können Fußgänger und Radfahrer nur die Fähre nutzen.

Die Sanierungsarbeiten seien geruchs- und lärmintensiv, aber gesundheitlich unbedenklich, erklärte die HPA. Anfang nächsten Jahres soll die Modernisierung der Oströhre abgeschlossen sein, allerdings erst im Frühjahr 2019 für den Verkehr freigegeben werden. Im Juni beginnt dann die Erneuerung der Weströhre, so jedenfalls der Plan der HPA. Die zweite Röhre soll 2024 wiedereröffnet werden. Damit wird sich die Sanierungszeit auf insgesamt 30 Jahre summieren. Die Arbeiten hatten 1994 mit ersten Maßnahmen an den Einfahrten begonnen.

Danach wurden die Schachtgebäude und die darin befindliche Technik erneuert. Die Gesamtkosten werden sich laut HPA auf rund 60 Millionen Euro pro Röhre belaufen.

Der 426 Meter lange Tunnel war 1911 eröffnet worden und steht seit 2003 unter Denkmalschutz. Er wird heute vor allem von Fußgängern auf dem Weg zur Arbeit im Hafen oder von Touristen zum Aussichtspunkt Steinwerder genutzt. Für viele Hamburg-Besucher ist das Bauwerk mit der markanten grünen Kuppel neben den Landungsbrücken eine Attraktion.

Die Unterführung ist auch Teil einer Veloroute, die die Stadtteile auf beiden Seiten der Norderelbe verbindet. Autofahrer nutzen den für sie kostenpflichtigen Tunnel nur selten. Im Jahr 2017 waren es nach Angaben der Bürgerschaftsfraktionen von Grünen und SPD nur etwa 100 pro Tag. Die Koalition will das Wahrzeichen darum gänzlich für autofrei erklären.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen