Alte Kriegsbombe bedroht Hamburg-Eppendorf

Angespannt: Die Polizei rief die Bewohner im betroffenen Stadtteil zum Verlassen ihrer Häuser auf.
Angespannt: Die Polizei rief die Bewohner im betroffenen Stadtteil zum Verlassen ihrer Häuser auf.

shz.de von
28. Januar 2016, 17:39 Uhr

Brenzlige Situation gestern im Hamburger Stadtteil Eppendorf. Der Kampfmittelräumdienst der Hamburger Feuerwehr hat gestern Abend einen hochgefährlichen Blindgänger entschärft. Der Zünder sei mit einem Hochdruck-Wasserschneidgerät herausgefräst und der Detonator gesprengt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Jetzt ist wieder alles sicher.“

Wie die Feuerwehr weiter erklärte, steckte die 250-Kilo-Bombe mit dem Langzeit-Säurezünder nach unten im Boden einer Baustelle. Die Bombe durfte auf gar keinen Fall bewegt werden. Der Zünder sei bei Bauarbeiten bereits ausgelöst worden. „Der hat Klick gemacht und hat zum Glück nicht das gemacht, was er eigentlich sollte, nämlich die Bombe zur Explosion bringen“, so der Sprecher.

Die Kampfmittelräumer mussten den Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg nach Art von Archäologen „freipräparieren“. Die Bombe enthielt 140 Kilogramm Sprengstoff, die übrigen 110 Kilo Material hätten bei einer Explosion durch die Gegend fliegen und schlimmstenfalls Menschen töten können.

Rund 6000 Anwohner hatten ihre Wohnungen verlassen müssen. Auch der Luftraum über Hamburg war vorsorglich gesperrt worden. Zahlreiche Straßen waren nicht passierbar, Buslinien wurden umgeleitet. Der Warnradius, in dem die Menschen nicht die Häuser verlassen mussten, betrug 500 Meter. Das Universitätsklinikum Eppendorf liegt am Rande des Gebiets, sagte der Feuerwehr-Sprecher. Das Klinikgelände rage nur etwa fünf Meter in den Warnradius.  

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