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Europapremiere : „Aladdin“: Neues Disney-Musical für Hamburg

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Vom New Yorker Broadway ans Londoner West End - aber dazwischen erst nach Hamburg: Das Disney-Musical „Aladdin“ kommt nach Europa. Ein farbenfrohes Spektakel kündigen die Macher an.

Hamburg | Der fliegende Teppich ist startklar: Das Musical „Aladdin“ feiert am Sonntag in Hamburg seine Europapremiere. Am New Yorker Broadway läuft die Disney-Produktion seit März vergangenen Jahres, ans Londoner West End kommt sie erst im Juni nächsten Jahres. „Dass wir noch vor London Premiere haben, ist eine tolle Bestätigung für den Musicalstandort Hamburg“, sagte Holger Kersting vom Musicalkonzern Stage Entertainment am Donnerstag. „Das wird eine bunte und glitzernde Show mit unglaublichem Tempo.“

Mit dem Musical „Aladdin“ kommt ein weiteres populäres Musiktheater in die Hansestadt. Nach „Das Phantom der Oper“ und „Tarzan“ ist jetzt das Disney-Musical in der Neuen Flora zu sehen.

Immerhin soll „Aladdin“ auf seinem fliegenden Teppich das Publikum im Theater Neue Flora in die orientalische Märchenwelt entführen. Das Musical erzählt von „Aladin und der Wunderlampe“ - einem der berühmtesten Märchen aus 1001 Nacht. Mehr als 600 Kostüme liegen für das farbenfrohe Spektakel bereit. Ein einzelnes Kostümteil aus dem Finale etwa sei mit 1428 glitzernden Perlen verziert. Mehr als 350 Mitarbeiter in 28 Werkstätten hätten die Kostüme entwickelt und hergestellt.

In drei Kulissenwelten - gebaut in vier Hallen auf dem Gelände von Studio Hamburg - soll das Märchen aufleben: die Höhle der Wunder, der Palast und die Häuser von Agrabah. Am Aufwendigsten war es nach Angaben der Macher, den richtigen Goldton für den Palast zu finden - drei Monate dauerte dieser Prozess. Mehr als 80 Spezialeffekte hat die Technik für „Aladdin“ parat, darunter Pyrotechnik, bewegliche Ebenen und natürlich der fliegende Teppich. „Die Kosten liegen in zweistelliger Millionenhöhe“, berichtete Kersting. Zuletzt lief in dem 1850 Plätze fassenden Theater „Das Phantom der Oper“, davor „Tarzan“.

Wie das Musical „Tarzan“, das fünf Jahre lang in Hamburg über die Bühne ging und jetzt in Stuttgart zu sehen ist, entstand „Aladdin“ nach einem gleichnamigen Disney-Film. Ebenso wie „Der König der Löwen“, dessen Musicalinszenierung gerade in Hamburg 14. Geburtstag hatte.

Die Hutmacherin Claudia Dorn begutachtet in Hamburg in der Kostümwerkstatt des Disney-Musicals „Aladdin“ einen Hut.

Die Hutmacherin Claudia Dorn begutachtet in Hamburg in der Kostümwerkstatt des Disney-Musicals „Aladdin“ einen Hut.

Foto: Daniel Bockwoldt, dpa
 

Die Musik zum „Aladdin“-Zeichentrickfilm von 1992 komponierte der mehrfache Oscar-Gewinner Alan Menken. Der US-Komponist schrieb schon die Melodien zu Disney-Streifen wie „Arielle, die Meerjungfrau“, „Die Schöne und das Biest“ oder „Rapunzel - Neu verföhnt“. Zu seiner Musik tauchen 38 Darsteller in der Neuen Flora in die orientalische Welt ein. Den Titelhelden spielt Richard-Salvador Wolff - er sicherte sich die Rolle gleich bei seinem allerersten Casting für eine große Show, wie Stage Entertainment berichtete. Der junge Schauspieler schloss in diesem Jahr sein Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen ab.

Aladdin ist ein Straßenjunge, ein charmanter Gauner, der sich in die Prinzessin Jasmin verliebt. Deren Part übernimmt die gebürtige Brasilianerin Myrthes Monteiro, die bereits in mehreren Musicals mitwirkte. Als Dschinni aus der Wunderlampe ist Bariton Enrico De Pieri mit von der Partie. Fast drei Stunden lang dauert die Show, bis die berühmten drei Wünsche erfüllt und Aladdin, Jasmin und Dschinni glücklich sind.

Vor dem fliegenden Teppich wird am Sonntag der Premierenteppich für die geladenen Gäste ausgerollt. Dann hat das Disney-Musical neben New York und Tokio eine dritte aktuelle Spielstätte - bevor London und kurz darauf Sydney folgen sollen.

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erstellt am 04.Dez.2015 | 17:02 Uhr

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