Hamburg-Eimsbüttel : AfD-Veranstaltung wegen Gegendemo abgebrochen

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Jörn Kruse wollte über Medien referieren - doch 300 Gegendemonstranten waren zu laut.

shz.de von
08. Februar 2017, 17:08 Uhr

Hamburg | Rund 300 Demonstranten haben laut Polizei am Dienstagabend für ein abruptes Ende einer Veranstaltung mit der AfD in Hamburg gesorgt. Sie protestierten im Stadtteil Eimsbüttel gegen einen geplanten Vortrag des AfD-Fraktionsvorsitzenden Jörn Kruse zum Thema Medien. Die Anton-Stiftung hatte ihn im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Information statt Agitation“ als Redner geladen.

Den Angaben zufolge brach Kruse seinen Auftritt wegen lautstarker Unmutsäußerungen ab. Die Veranstaltung wurde weniger als eine Stunde nach Beginn für beendet erklärt, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus Hamburg“ hatte zwei Tage zuvor zu Protesten aufgerufen.

Die AfD-Fraktion verurteilte die Proteste. „Wenn ein Vortrag zum Thema Rundfunkbeitrag, dessen Aussagen die Störer noch nicht einmal kannten, Hass und Hetze linker Blockierer auf den Plan ruft, dann läuft etwas gewaltig schief in unserer Stadt“, erklärte AfD-Fraktionschef Jörn Kruse.

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