Hamburger AfD : AfD-Rechtsaußen André Poggenburg sorgt bei Parteikollegen für Unmut

Andre Poggenburg ist nicht bei allen Parteikollegen beliebt.

Andre Poggenburg ist nicht bei allen Parteikollegen beliebt.

Der Landesvorstand und auch Bezirksvorstände haben sich gegen ihn als Redner auf einer AfD-Veranstaltung ausgesprochen.

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17. Oktober 2018, 17:29 Uhr

Hamburg | Ein geplanter Auftritt des AfD-Rechtsaußen André Poggenburg in Hamburg sorgt bei seinen Parteikollegen in der Hansestadt für Unmut. Die AfD-Bürgerschaftsfraktion distanzierten sich am Mittwoch von der Veranstaltung, zu der der Bezirksvorstand Hamburg-Mitte den früheren AfD-Landesvorsitzenden von Sachsen-Anhalt und Mitbegründer des rechtsnationalen „Flügels“ für Donnerstag eingeladen hat.

Im Vorfeld habe es „keinerlei Abstimmung mit maßgebenden Gremien des Hamburgischen Landesverbandes“ gegeben, sagte der Parlamentarischer Geschäftsführer Detlef Ehlebracht.

Entsprechend spät habe man von den Planungen erfahren. „Sowohl die Fraktion, der Landesvorstand und zahlreiche Bezirksvorstände haben sich daraufhin umgehend und deutlich gegen Herrn Poggenburg als Redner auf dieser Veranstaltung ausgesprochen und eine diesbezügliche Ausladung gefordert.“ Der Bezirksvorstand war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Poggenburg hatte 2015 zusammen mit seinem Thüringer Parteikollegen Björn Höcke den Flügel als Rechtsaußengruppierung innerhalb der AfD gegründet. Anfang des Jahres hatte er bei einer Rede in Sachsen durch türken- und ausländerfeindliche Äußerungen für Empörung gesorgt.

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