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Anstoss – Die HSV-Kolumne : Adler überzeugt auf und neben dem Platz

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hoffentlich bleibt der Torhüter noch lange beim HSV - sagt Lars Zimmeramnn.

Hamburg | Der beste Spieler steht schon knapp einen Monat vor dem Saisonende fest. Torhüter René Adler ist der Akteur, der beim HSV bisher die mit Abstand stärksten Leistungen abgeliefert hat. Ein Vorzeigeprofi war Adler schon immer. Aber leider nur selten ein Glückskind. Etliche Verletzungen pflasterten seit dem Start der Bundesligakarriere seinen Weg und warfen ihn immer wieder zurück, im Verein und in der Nationalmannschaft.

Auch in Hamburg war er schon mehrfach auf dem Abstellgleis und hatte seinen Stammplatz zwischenzeitlich an Jaroslav Drobny verloren. Viele sahen ihn vor allem aufgrund seines Millionengehalts nur noch als teure Belastung an. Doch Adler kämpfte sich immer wieder zurück und ist heute wertvoller denn je. Er übernimmt Führungsaufgaben, spricht Defizite deutlich an und ist dank seiner Leistungen und seines Auftretens gemeinsam mit Trainer Bruno Labbadia das Gesicht des HSV.

Der Torwart gehört zwar zu den Spitzenverdienern, ist aber gerade in dieser Saison jeden Cent wert. Auf und neben dem Platz. Ihm nimmt man ab, dass er sich mit dem HSV und der Stadt identifiziert. Deshalb ist es nur logisch, dass Adler die Kapitänsbinde trägt, wenn der eigentliche Spielführer Johan Djourou fehlt.

Dem ehemaligen Leverkusener ist zu wünschen, dass er die letzten Jahre seiner Karriere ohne größere Blessuren übersteht und weiter auf höchstem Niveau spielen kann. Am besten beim HSV. Es wäre schön, wenn der Keeper seinen 2017 auslaufenden Vertrag bald verlängert. Adler gehört derzeit zu den fünf stärksten Torhütern der Liga. Spieler dieser Qualität zieht es momentan nicht unbedingt nach Hamburg. Gleichwertigen Ersatz wird der HSV deshalb mit ziemlicher Sicherheit nicht finden.

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erstellt am 10.Apr.2016 | 06:00 Uhr

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