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Hamburg : Abschlussbericht zur Elbphilharmonie wird verabschiedet

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Zahlreiche Zeugen, unzählige Aktenordner und drei Jahre Zeit: Am Donnerstagnachmittag will der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Elbphilharmonie seinen Abschlussbericht verabschieden. Erstmals nennt der Bericht, der die Vorgänge bis Ende 2008 untersucht, auch die Namen der Verantwortlichen.

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erstellt am 03.Apr.2014 | 06:48 Uhr

Hamburg | Am Donnerstagnachmittag will der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zur Elbphilharmonie seinen Abschlussbericht verabschieden. Er gibt auch Empfehlungen, wie solche Fehler künftig vermieden werden können.

Zuvor werden sich die Mitglieder noch mit Stellungnahmen von Ex-Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und des ehemaligen Chefs der städtischen Realisierungsgesellschaft (Rege), Hartmut Wegener, auseinandersetzen, sagte der Vorsitzende Ole Thorben Buschhüter (SPD). Der Ausschuss hatte drei Jahre lang unzählige Aktenordner gewälzt und zahlreiche Zeugen befragt. Auf 724 Seiten wird nun aufgelistet, wie es zu den Kostenexplosionen und Bauverzögerungen bei dem Projekt kommen konnte.

Demnach sind unfertige Pläne, mangelnde Kontrolle vonseiten der Politik und ein Chaos auf der Baustelle schuld an dem Elbphilharmonie-Debakel. „Das Geschehen um die Elbphilharmonie wird sehr umfassend und von allen Seiten beleuchtet. Und vor allen Dingen enthält der Bericht auch Empfehlungen, damit solche Fehler in Zukunft nicht wieder passieren“, sagte Buschhüter.

Erstmals nennt der Bericht, der die Vorgänge bis Ende 2008 untersucht, auch die Namen der Verantwortlichen. Demnach wollten alle Beteiligten das Konzerthaus unbedingt bauen, ohne den Steuerzahlern die wahren Kosten zu präsentieren - die mittlerweile bei knapp 800 Millionen Euro liegen, zehnmal mehr als ursprünglich geplant. In der nächsten Woche können die Bürgerschaftsfraktionen noch Minderheitenvoten abgeben, dann soll der Abschlussbericht am 7. Mai in der Bürgerschaft diskutiert werden.

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