zur Navigation springen

Anstoss – Die HSv-Kolumne : Aaron Hunt spielt wie Rafael van der Vaart

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Ex-Nationalspieler ist bisher ein Fehleinkauf - sagt unser Autor Lars Zimmermann.

Hamburg | Der HSV hat einen neuen Rafael van der Vaart. Wie der Niederländer in seinen letzten beiden Jahren in Hamburg fällt auch Aaron Hunt vor allem dann auf, wenn er gemächlich zu Freistößen und Eckbällen trabt. Ansonsten kommt von Hunt einfach zu wenig. Er ist fußballerisch ebenso wie van der Vaart eine Klasse für sich. Aber Spritzigkeit und Zweikampfstärke sind bestenfalls in Ansätzen vorhanden.

Dabei soll der ehemalige Nationalspieler eigentlich das Spiel der Hamburger lenken. Davon ist nichts zu sehen. Hunts Krise ist einer der Gründe dafür, dass der Dino in der Offensive so harmlos ist. Der ehemalige Bremer und Wolfsburger stellt in seiner derzeitigen Verfassung für den Rest der Mannschaft nur eine Belastung dar. Angesichts der Erwartungen, die man aufgrund seiner früheren sportlichen Leistungen an ihn stellen muss, ist Hunt bisher ein glatter Fehleinkauf.

Er ist aber nicht das einzige Problem des HSV. Das Spiel gegen Köln war ernüchternd. Mut machen nur Torhüter René Adler und die Leidenschaft, mit der sich das Team in Hälfte zwei gegen die Pleite stemmte. Die Kölner wirkten insgesamt wesentlich spritziger. Bei ihnen wusste jeder, was der andere vorhat und wohin er laufen muss. Beim HSV war dagegen meistens Leerlauf. Die Akteure waren vor allem mit sich selbst beschäftigt.

Unerklärliche Stockfehler deuten darauf hin, dass es um das Nervenkostüm der Mannschaft derzeit nicht sonderlich gut steht. Die Negativserie nagt am Selbstbewusstsein. Klar ist: In der momentanen Verfassung wird der HSV in der Rückrunde nicht allzu viele Spiele gewinnen. Das Polster aus der Hinrunde dürfte zwar zum Glück für den Klassenerhalt reichen. Aber die Aufbruchstimmung der vergangenen Monate ist längst wieder Geschichte.

zur Startseite

von
erstellt am 14.Feb.2016 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen