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Baustelle : A7-Erweiterung: Jetzt geht's auch südlich von Hamburg los

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Für die Erweiterung der A7 südlich des Elbtunnels wird zunächst nur ein hundert Meter langer Abschnitt zur Probe gebaut.

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2017 | 18:15 Uhr

Hamburg | Nun beginnt auch südlich des Elbtunnels der Ausbau der A7 auf acht Spuren. Seit Montagabend läuft die Baustelleneinrichtung für ein erstes kleines Teilstück nördlich der Anschlussstelle Moorburg. Dort entsteht in Fahrtrichtung Hannover zunächst ein 100 Meter langer Pilotabschnitt, um Erfahrungen mit der anspruchsvollen Bauweise zu sammeln. Die eigentliche Verbreiterung von sechs auf acht Spuren soll 2018 starten und rund sechs Jahre dauern.

Die Autobahn 7 kann den Verkehr südlich der Elbe kaum noch bewältigen, täglich rollen dort mehr als 110.000 Fahrzeuge. Die Kapazität der sechsspurigen Strecke ist um ein knappes Drittel überschritten. Wie auch nördlich des Tunnels gilt ein achtstreifiger Ausbau als „dringend geboten“, der Bund stellt dafür rund von 370 Millionen Euro bereit.

Was die meisten Autofahrer nicht bemerken: Die A7 ist auf den 3,8 Kilometern zwischen dem Tunnel und Moorburg aufgeständert, also eine Brücke mit der Bezeichnung „Hochstraße Elbmarsch“. Genauer gesagt sind es zwei Brücken: eine in jeder Richtung. In weiser Voraussicht hatten die Planer beim Bau der A7 vor mehr als 40 Jahren zwischen den Bauwerken eine Lücke gelassen, in die nun innenseitig die zusätzlichen Spuren eingefügt werden.

Beim Bau vor 40 Jahren haben die Planer bewusst eine Lücke gelassen, in die hinein nun die zusätzlichen Fahrspuren gebaut werden sollen.

Beim Bau vor 40 Jahren haben die Planer bewusst eine Lücke gelassen, in die hinein nun die zusätzlichen Fahrspuren gebaut werden sollen.

Foto: BWVI
 

Weil solch ein je vier Meter breiter Anbau an eine Autobahnhochstraße selbst für Fachleute nicht alltäglich ist, testet die Projektgesellschaft Deges die Bautechnik auf dem 100-Meter-Piltoabschnitt. Dort werden zusätzliche Betonpfähle in den schlammigen Marschboden gerammt, auf denen später Träger für die zusätzliche Fahrspur ruhen. 

Die Maßnahme wirkt sich ab sofort auf den Verkehr in dem Abschnitt aus. Während der Pilotmaßnahme stehen zwar weiterhin alle sechs Fahrstreifen zur Verfügung. Diese werden jedoch aus Sicherheitsgründen im Bereich der Baustelle in beiden Fahrtrichtungen nach außen verschwenkt, um zwischen den Brückenkonstruktionen einen Arbeitsraum zu schaffen. Im Baustellenbereich gilt Tempo 80. Die Einrichtung der neuen Verkehrsführung und der Aufbau des Arbeitsschutzes erfolgen nachts, dann stehen nur zwei Spuren je Richtung zur Verfügung. Die neue Verkehrsführung gilt in Richtung Norden bis zum 7. August, Richtung Süden bis Ende Mai 2018.

Auch nördlich des Tunnels wirft eine weitere Großbaustelle ihre Schatten voraus. Am Mittwoch beginnen an den Anschlussstellen Bahrenfeld und Othmarschen Baugrundsondierungen und Vermessungen für den Altonaer Lärmdeckel und die Verbreiterung von sechs auf acht Spuren. Größere Einschränkungen gibt es zunächst nicht, nach Angaben der Verkehrsbehörde kommt es in den kommenden Wochen aber zu kurzzeitigen Sperrungen im Bereich der Aus- und Abfahrten.

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