Polizeieinsatz und Beruhigungsmittel : 57-Jähriger stirbt nach Zwangsmaßnahmen in Hamburger Krankenhaus

Ein mutmaßlich psychisch Kranker wehrt sich massiv gegen seine Vorführung vor Gericht. Plötzlich wird er bewusstlos.

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21. August 2018, 19:31 Uhr

Hamburg | Ein vermutlich psychisch kranker 57-Jähriger ist nach der Anwendung von Zwangsmaßnahmen in einem Krankenhaus in Hamburg-Harburg gestorben. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatte sich der Mann am Montag massiv gegen seine Vorführung vor Gericht gewehrt und mit spitzen Holzstäben bewaffnet in einer Toilette des Krankenhauses verschanzt. Von den Pflegekräften herbeigerufene Polizisten hätten die Toilettentür geöffnet und den Mann unter Einsatz von Pfefferspray überwältigt.

Krankenhausmitarbeiter hätten ihm dann ein Beruhigungsmittel gespritzt, das aber nicht gleich gewirkt habe. Weil der Mann weiter Widerstand geleistet habe, sei er fixiert worden. Kurz darauf habe er das Bewusstsein verloren.

Nach sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen sei der 57-Jährige dann von der psychiatrischen Abteilung auf die Intensivstation des Harburger Krankenhauses verlegt worden, wo er am Dienstag gestorben sei.

Der Mann war laut Polizei seit Sonntag wegen nicht näher bezeichneter psychischer Auffälligkeiten in der Klinik. Bei dem Termin vor Gericht sollte ein Unterbringungsbeschluss erwirkt werden.

Das Landeskriminalamt 41 – Fachkommissariat Todesermittlungen – soll nun die Todesursache klären.

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