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Hamburg-Schnelsen : 55 Stunden Brückenabriss, A7-Sperrung und Umleitung noch bis Montag

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Für den entstehenden A7-Deckel müssen auf dem Hamburger Stadtgebiet Brücken weichen. Die erste ist an diesem Wochenende dran.

shz.de von
erstellt am 20.Jun.2015 | 08:45 Uhr

Hamburg | Die LED-Countdown-Tafeln an der A7 zeigen es schon seit Wochen an: Seit Freitag ist einer der meist befahrenen Autobahnabschnitte in Deutschland für 55 Stunden voll gesperrt. In Schnelsen muss die A7-Brücke im Verlauf der Frohmestraße abgetragen werden, weil sie der Erweiterung und Überdeckelung der Autobahn im Weg ist. „Die Sperrung beginnt am Freitag, 19. Juni, um 22 Uhr und dauert bis Montag, 22. Juni, 5 Uhr“, sagte eine Sprecherin der Hamburger Verkehrsbehörde.

Erfolgt der laufende A7-Ausbau ansonsten bei rollendem Verkehr, ist eine längere Vollsperrung für den Brückenabriss unvermeidlich. Die Bauarbeiter müssen unterhalb der Brücke zunächst eine 1,5 Meter dicke Sandschicht auf der Autobahn aufschütten, damit die Abbruchteile die Fahrbahn nicht beschädigen. Anschließend brechen und meißeln Spezialbagger die Querung weg. Während der Schutt noch abtransportiert wird, bereiten die Bautrupps bereits das Einsetzen von zwei Behelfsbrücken vor: eine für Fußgänger und Radfahrer sowie eine einspurige für den Kfz-Verkehr. Die Provisorien sollen bis zum Frühjahr 2018 das Überqueren der A7 ermöglichen. Dann kommen auch sie weg, die Frohmestraße wird über die Deckeloberseite des Lärmtunnels geführt.

„Staus sind kaum zu vermeiden“, heißt es aus der Behörde. Welches Ausmaß diese annehmen werden, ist allerdings offen. Besonders die Umleitung des Stadtverkehrs durch Schnelsen und Eidelstedt dürfte zum Flaschenhals werden. Bei einer ähnlich langen Vollsperrung 2012 in Höhe der Abfahrt Stellingen hatte es erhebliche Behinderungen gegeben, das große Chaos war aber ausgeblieben.

Um Staus in Grenzen zu halten, erfolgt die Sperrung bewusst an einem Wochenende. Während an Werktagen durchschnittlich 112.000 Fahrzeuge den Bereich passieren, sind es sonnabends und sonntags „nur“ 85.000.

Umleitungsempfehlungen

Die Behörde rät Autofahrern dringend, sich auf Beeinträchtigungen einzustellen – am besten durch Verzicht oder Umstieg auf die Bahn. Wer dennoch die A7 nutzen will oder muss, für den gelten zwei Umfahrungsempfehlungen. Der Fernverkehr sollte aus Richtung Norden kommend die A7 bereits an der Anschlussstelle (AS) Neumünster Süd verlassen und über die B205 (AS Wahlstedt) und A21 (Kreuz Bargteheide) zur A1 fahren; am Maschener Kreuz/Horster Dreieck wird der Verkehr auf die A7 Richtung Hannover zurückgeführt. Von Süden kommend all das in umgekehrter Reihenfolge.

Wer die Sperrung innerstädtisch umfahren möchte, für den gilt: An der Anschlussstelle Schnelsen abfahren, über Schleswiger Damm, Oldesloer Straße und Holsteiner Chaussee zur AS Eidelstedt an der A23 und am Dreieck Nordwest weiter auf die A7.

Unannehmlichkeiten gibt es zudem im ÖPNV. Die Buslinien M5, M21 und 195 werden umgeleitet, die Fahrzeiten verlängern sich erheblich.

Der Flughafen rät insbesondere Passagieren aus Richtung Süden, deutlich längere Anfahrtszeit einzuplanen. Und das nicht nur wegen der Umleitung über A23/Eidelstedt und AS Schnelsen. Auch die Flughafenabfahrt Schnelsen Nord wird erheblich stärker belastet sein als üblich.

Das ganze Prozedere wird sich im Übrigen zwei Wochen später wiederholen. Vom 3. bis zum 6. Juli wird die Brücke Heidlohstraße wenige hundert Meter weiter südlich abgerissen.

Infos: www.hamburg-airport.de und www.via-solutions-nord.de.

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