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Hamburg-Mümmelmannsberg : 400 Jugendliche randalieren in der Halloween-Nacht

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Mit Eiern, Mehl und Böllern bewaffnet, randalieren Kinder in Hamburg in der Nacht zu Samstag. Drei Beamte werden verletzt, zwei Randalierer festgenommen.

shz.de von
erstellt am 01.Nov.2014 | 11:26 Uhr

Hamburg | Eine Gruppe von rund 400 Kindern und Jugendlichen hat am Freitagabend im Hamburger Stadtteil Mümmelmannsberg Passanten und Polizei mit Eiern, Mehl und Böllern attackiert. Zunächst hatten nur halb so viele Randalierer in der Halloween-Nacht für Unruhe gesorgt, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstagmorgen. Später wurden es mehr. Als eine Gruppe von 90 Beamten versuchte, die Gruppe zu zerstreuen, wurden sie mit Eiern, Flaschen, Steinen und Knallkörpern beworfen.

Die Beamten forderten daraufhin sofort massive Verstärkung an um die Lage in den Griff zu bekommen. Drei Einsatzkräfte wurden leicht verletzt. Auch vier Streifenwagen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Selbst einen eingesetzten Polizeihund bewarf man mit einer Bierflasche. Zum Glück verfehlte diese das Tier knapp, so das es nur eine Bierdusche abbekommen hatte. Zwei Eierwerfer mussten mit aufs Revier.

Es dauerte fast zwei Stunden bis sich die Lage im Stadteil Mümmelmannsberg beruhigt hatte. Besonders auffällig war, dass es sich bei den meisten Personen um Jugendliche und Kinder handelte. Selbst Anwohner die versuchten friedlich auf die Jugendlichen einzuwirken, wurden beschimpft.

Auch in anderen Stadtteilen waren viele Kinder und Jugendliche unterwegs. Größere Zwischenfälle gab es nach Polizeiangaben aber nicht. Vereinzelt wurden Mülltonnen und Bauklos umgekippt oder etwa Pkw-Anhänger auf Fahrradwege geschoben sowie Autos und Fassaden mit Rasierschaum besprüht oder mit Eiern beworfen.

Auch in anderen Regionen ging es in der Nacht hoch her, zum Beispiel in Baden-Württemberg. Allein im Landkreis Esslingen mussten die Einsatzkräfte rund 175 mal ausrücken. Jugendliche beschmierten dort Fahrzeuge und Häuser mit Eiern, Sprühsahne oder Filzstiften. In Stuttgart traf ein Ei einen Jugendlichen im Auge und verletzte ihn leicht, in Tübingen kam es zu fünf Schlägereien.

Eier und Schmierereien an Hauswänden, Böller in Briefkästen und in Brand gesteckte Gegenstände - auch die bayerische Polizei hatte in der Halloween-Nacht gut zu tun. So rollten in Unterfranken Teenager eine Schubkarre einen Berg hinunter und ließen sie in ein geparktes Auto krachen.

Seit den 1990er Jahren verbreiten sich Bräuche des Halloween in seiner US-amerikanischen Ausprägung auch in Europa. Irische Einwanderer in den USA pflegten ihre Bräuche in Erinnerung an die Heimat und bauten sie aus.

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