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Zurück zu den Anfängen : 40 Jahre Torfrock: Kneipenkonzert in Hamburger „Zwick“

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Torfrock ist auf vielen Bühnen zu Hause. Begonnen hat die Band ihre Karriere in kleinen Clubs auf dem Hamburger Kiez.

„Volle Granate, Renate“, „Rollo, der Wikinger“ und natürlich „Beinhart“ - die Lieder von Torfrock sind Kult. Seit nunmehr 40 Jahren macht die Band Rockmusik mit norddeutschem Zungenschlag und zieht dabei genüsslich Hard Rock und Heavy Metal durch den Kakao. Zum 40. Bandjubiläum gibt Torfrock an diesem Donnerstag (8. Juni) ein bereits ausverkauftes Konzert in der Musikkneipe „Zwick“ in Hamburg-St. Pauli. „Wir wollen zum Jubiläum zurück zu den Anfängen“, sagt Band-Mitbegründer Raymond Voss.

Denn in Kneipen und Clubs hat alles begonnen. Mitte der 1970er Jahre spielten Voss und sein Freund Klaus Büchner in der Folk-Band Basia. Bei einem Auftritt kam eine plattdeutsche Version von Jimmy Hendrix' Klassiker „Hey Joe“ so gut an, dass die Musiker beschlossen, auch andere Rocktitel auf diese Weise zu verhohnepipeln. „Das war die Geburtsstunde von Torfrock“, sagt Voss.

„In unserer ersten Stilphase haben wir Kneipen-Folk gespielt, das hat sich etwa fünf Alben lang gehalten. Danach wurde unsere Musik rockiger.“ 1990 kam dann der erste Film über die Comicfigur „Werner“ und der Titelsong „Beinhart“ machte die Gruppe über Nacht bundesweit bekannt. „An dem Casting hatten sich mehrere Bands beteiligt und wir haben mehr als eine Flasche Wodka geleert, bis mitten in der Nacht der Anruf kam, dass sich Produzent Bernd Eichinger für unseren Titel entschieden hatte“, erzählt Voss.  

Heute sind sie bundesweit unterwegs, spielen beim Heavy-Metal-Festival in Wacken ebenso wie beim Schlagermove in Hamburg. Dabei sind ihre Fans oft deutlich jünger als die Band. „Das ist ja auch gut, dass wir nicht nur vor so alten Säcken spielen“, sagt Voss (64) grinsend. „Wichtiger als ständig neue Lieder zu schreiben ist uns, unsere alten Titel klanglich up to date zu halten“, sagt Voss, der für viele der Kompositionen verantwortlich zeichnet.

Etwas Neues wird es aber zum Jubiläumskonzert doch geben. Der Song „Nackich bün ick gor nich mehr so schmuck“, eine plattdeutsche Coverversion des Titels „I Don't Look Good Naked Anymore“ der Snake Oil Willie Band aus den USA, ist bislang nur im Internet zu hören. Im „Zwick“ will Torfrock ihn erstmals live auf der Bühne singen.   Ans Aufhören dächten er und die anderen Torfis noch lange nicht, sagt Voss. Dennoch mache er sich schon mal Gedanken über ein Leben nach Torfrock. „Das kann ja nicht schaden.“ 

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erstellt am 06.Jun.2017 | 19:06 Uhr

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