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Hamburg-Bergedorf : 33-Jähriger nach tödlichen Schüssen auf Radfahrer festgenommen

vom

Der Radfahrer kam ins Krankenhaus und starb dort. Der Täter schoss auch auf ein Auto. Der Tatverdächtige ist auf freiem Fuß.

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2016 | 15:13 Uhr

Hamburg | Nach den tödlichen Schüssen auf einen Radfahrer in Hamburg-Bergedorf haben die Ermittlungen von Mordkommission und Staatsanwaltschaft zur Festnahme eines 33-jährigen Tatverdächtigen geführt. Der Beschuldigte soll am Sonntagnachmittag im Fanny-Lehwald-Ring mehrfach gezielt auf einen Radfahrer geschossen haben. Der Radler starb wenig später im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Zur Identität des Opfers konnte ein Polizeisprecher am Montag noch nichts sagen.

Das 28-jährige Opfer erlitt nach Angaben der Feuerwehr einen Kopfschuss und mehrere Einschüsse in den Brustkorb. Der Notarzt versuchte noch, den Schwerverletzten im Rettungswagen zu reanimieren – allerdings vergeblich.

Drei 15-jährige Mädchen, die die Bluttat mit ansahen, erlitten Schocks und wurden von der Feuerwehr in ein Krankenhaus gebracht, wie ein Sprecher sagte. Eine 34 Jahre alte Autofahrerin berichtete, sie habe in unmittelbarer Nähe des Tatorts auf einer Brücke halten müssen, um einen entgegenkommenden Wagen durchzulassen. Dabei schaute sie nach links und sah einen Mann mit einer Pistole. „Ich habe gesehen, wie er in unsere Richtung gezielt hat“, sagte die Frau. Sie habe sofort Gas gegeben, aber der Mann habe schon geschossen. 300 Meter weiter habe sie bemerkt, dass der Reifen am linken Hinterrad platt war. Er sei von einem Schuss getroffen worden. Ihr und ihrem sechs Jahre alten Sohn im Auto sei zum Glück nichts passiert. „Wir sind ein bisschen geschockt“, sagte die Mutter.

Auch ein Rollladen und eine Fensterscheibe eines Wohnhauses wurden durch Projektile beschäditgt.

Die Mordkommission im Landeskriminalamt hatte am Tatort umfangreiche Spuren gesichert. Sie erhielten Hinweise auf einen 33-jährigen Deutschen, gegen den sich auch aufgrund der Personenbeschreibung von Zeugen ein Tatverdacht ergab. Er wurde von Beamten des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) in einer Wohnung in Hamburg-Allermöhe vorläufig festgenommen. Ein dringender Tatverdacht konnte nicht konkretisiert werden. Der 33-Jährige ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Die Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Hamburg dauern an.

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