Hamburg : 21-Jähriger nach Attacke mit Schere in Lebensgefahr

In Neugraben-Fischbek kommt es zu einer Auseinandersetzung die schnell eskaliert. Die Polizei sucht Zeugen.

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07. Juni 2018, 16:40 Uhr

Hamburg | Bei einem Streit zwischen zwei Männern in Hamburg Neugraben-Fischbek soll ein 39-Jähriger am frühen Mittwochnachmittag einen 21-Jährigen mit einer Schere angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kam es bereits vor vier Wochen zu Streitigkeiten zwischen einer 26-Jährigen und dem späteren Täter, einem 39-jährigen Deutschen. Am Mittwoch traf die 26-Jährige, die zu diesem Zeitpunkt in Begleitung ihres 21-jährigen Freundes war, erneut auf den Mann.

Zunächst entwickelte sich eine Schlägerei zwischen dem 39-Jährigen und dem Freund der Frau, in deren Verlauf der Tatverdächtige mehrfach mit einer Schere auf den 21-Jährigen einstach. Die 26-Jährige versuchte, die beiden Kontrahenten zu trennen und erlitt dabei eine Schnittverletzung an der Hand.

Weitere Zeugen wurden auf die Auseinandersetzung aufmerksam, trennten die beiden Männer und nahmen dem Täter die Schere ab. Der 39-Jährige flüchtete anschließend vom Tatort, wurde aber von einem Zeugen verfolgt. Der 21-Jährige wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus transportiert. Er erlitt unter anderem einen Stich in die Lunge.

Die alarmierten Polizisten konnten auf Hinweis des verfolgenden Zeugen den Tatverdächtigen in seiner Wohnung im Distelacker antreffen und vorläufig festnehmen. Der 39-Jährige verletzte sich bei der Auseinandersetzung ebenfalls. Er wurde zunächst zur Polizeiwache und von dort aus in ein Krankenhaus gebracht und stationär aufgenommen. Die mutmaßlich als Tatwerkzeug genutzte Schere wurde sichergestellt.

Auch die 26-Jährige musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Die Ermittlungsakte wird heute einem Haftrichter zwecks Prüfung der Beantragung eines Haftbefehls überbracht. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Zeugen, die die Tat beobachtet haben, bittet die Polizei, sich beim Hinweistelefon unter der Rufnummer 040/428656789 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.

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