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„Forschen statt Faken“ : 2000 Teilnehmer beim „March for Science“ in Hamburg

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Zahlreiche Menschen stehen im Zeitalter „alternativer Fakten“ für fundierter Tatsachen ein.

Hamburg | „Forschen statt Faken“: Zum internationalen „March for Science“ sind am Samstag auch in Hamburg Wissenschaftler und Studenten auf die Straße gegangen. Rund 2000 Teilnehmer kamen nach Polizeiangaben, um für den Wert wissenschaftlich fundierter Tatsachen im Zeitalter „alternativer Fakten“ einzustehen. Nach dem Start auf dem Rathausmarkt zogen die Demonstranten am Nachmittag durch die Innenstadt und zum Hauptgebäude der Universität Hamburg.

Die Landeshochschulkonferenz (LHK) bewertete die Teilnahme Hamburgs als wichtiges Signal angesichts der jüngsten politischen Entwicklungen in den USA. „Es ist unsere Aufgabe als der Aufklärung verpflichtete Bildungsinstitutionen, einer wissenschaftsfeindlichen Tendenz entschieden entgegenzutreten“, betonte Prof. Dr. Dieter Lenzen, Sprecher der LHK und Präsident der Universität Hamburg.

Weltweit wollten Menschen in mehr als 600 Städten für den „March for Science“ auf die Straße gehen. In der niederländischen Hauptstadt Amsterdam riefen die Demonstranten vor dem Reichsmuseum dazu auf, wissenschaftlicher Arbeit wieder mehr Wertschätzung entgegenzubringen. Nicht allein in den USA, wo der Präsident den Klimawandel leugne, werde der Nutzen von Forschungsergebnissen in Frage gestellt, erklärten Mitorganisatoren.

In Genf versammelten sich nach Angaben der Veranstalter 600 Demonstranten für den „March for Science“. Die Kundgebung in der Schweiz sei besonders wichtig, weil sich rund um Genf viele weltweit angesehene Organisationen befänden, die sich für eine fortschrittliche und menschliche Wissenschaft einsetzten. Nach dem Umzug durch die Stadt werden der Bevölkerung bei einem „Fest der Wissenschaft“ Einblicke in die Arbeit der Forscher gegeben.

Immer häufiger komme es vor, dass Resultate wissenschaftlicher Untersuchungen als „lediglich eine Meinung von vielen“ abgetan würden, erklärte Maarten Frens, Dozent für Physiologie an der Erasmus-Universität in Rotterdam. „Der Druck auf die Wissenschaft ist in der freien Welt noch nie so groß gewesen“, sagte Frens dem Sender NOS. 

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erstellt am 22.Apr.2017 | 16:51 Uhr

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