Über Hamburger Köhlbrandbrücke : 20.000 radeln bei Fahrradsternfahrt mit - „Bombenstimmung“

Normalerweise ist hier Rad fahren verboten: die Sternfahrt-Fahrradfahrer auf der Köhlbrandbrücke.
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Normalerweise ist hier Rad fahren verboten: die Sternfahrt-Fahrradfahrer auf der Köhlbrandbrücke.

Von 70 Punkten aus starteten die Radler. Ein Highlight: die Fahrt über die Köhlbrandbrücke.

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19. Juni 2016, 17:41 Uhr

Hamburg | Mehr als 20.000 Radfahrer haben am Sonntag in Hamburg an der 21. Fahrradsternfahrt teilgenommen. Von 70 Punkten waren die Demonstranten am Morgen gestartet. Die Veranstalter der Demonstration unter dem Motto „Rad fahren - Klima schützen“ hatten mit rund 30.000 Teilnehmern gerechnet. „Vermutlich sind die Leute wegen des schlechten Wetters zuhause geblieben“, sagte Uwe Jancke vom Veranstalterverein „Mobil ohne Auto Nord“.

Der Verein sei mit der Veranstaltung aber rundum zufrieden. Auch Justizsenator Till Steffen und Umweltsenator Jens Kerstan (beide Grüne) strampelten demnach von Hamburg-Wandsbek aus mit. „Wir haben eine Bombenstimmung - selbst die Autofahrer winken uns zu“, berichtete Jancke. „Das Klima zwischen den Verkehrsteilnehmern ist in den letzten Jahren deutlich besser geworden.“

Absolutes Highlight war für Jancke mit dem Fahrrad über die Köhlbrandbrücke und die Autobahn fahren zu dürfen. „Das geht nur bei der Sternfahrt.“ Am späten Nachmittag endete die Veranstaltung auf dem Rathausmarkt. Autofahrer hatten nach Angaben der Verkehrsleitzentrale nicht allzu lange wegen der Radler warten müssen: „Die Radfahrer waren fix unterwegs“, berichtete ein Sprecher. „Stau gab es praktisch gar nicht“.

Die Fahrradsternfahrt findet einmal jährlich statt, um ein Zeichen für die Verkehrsgestaltung „pro Umwelt und pro Fahrrad“ zu setzen. Sie greift damit das erklärte Ziel der rot-grünen Koalition auf, Hamburg zur Fahrradstadt zu machen.

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