Hamburg : 17-Jährige versinkt beim Baden in See

Die Jugendliche konnte von Tauchern geborgen werden. Sie war für mehr als 20 Minuten unter Wasser.

shz.de von
21. Juli 2018, 13:34 Uhr

Hamburg | Eine 17-Jährige ist am Freitagabend beim Baden im Neuländer Baggersee in Hamburg-Harburg versunken - und von Tauchern geborgen worden. In der Nacht habe sie weiter in Lebensgefahr geschwebt, hieß es am Morgen von der Polizei. Im Laufe der Nacht habe sich ihr Kreislauf stabilisiert und eine Puppillenreaktion sei festgestellt worden. Über ihren Zustand am Sonnabend konnten die Beamten keine Angaben machen. Am Uferbereich des Sees war nach Angaben der Polizei ein „Baden verboten“-Schild aufgestellt.

Medienberichten zufolge wollte die 17-Jährige ein Kind retten. Es handelte sich um den dritten Badeunfall binnen einer Woche in Hamburg.

Die Jugendliche war im drei bis vier Meter tiefen Wasser plötzlich vor den Augen ihrer Familie verschwunden, teilte die Feuerwehr mit.

Insgesamt sei sie rund 25 Minuten unter Wasser gewesen. Die betroffene Stelle im See sei vom Betreiber einer benachbarten Wasserskianlage mit einem Kleinboot markiert worden. Feuerwehr und Polizei trafen noch vor den Tauchern ein und begannen mit der Suche. Binnen drei Minuten hatten die Taucher die 17-Jährige dann rund 50 Meter vom Ufer entfernt auf dem Boden des Sees gefunden.

Die Jugendliche wurde reanimiert und ins Hamburger Uniklinikum gebracht. Ein Kriseninterventionsteam betreute Angehörige und Zeugen. Insgesamt waren bei der Rettung rund 30 Helfer im Einsatz.

Wie es zu dem Unglück kam, war zunächst unklar. Einige Medien berichteten unter Berufung auf Augenzeugen, dass die 17-Jährige nur deshalb ins Wasser ging, weil sie ein Kleinkind vor dem Ertrinken retten wollte. Die Polizei konnte das am Sonnabend nicht bestätigen.

Am Dienstag hatte es bereits zwei Badeunfälle in Hamburg gegeben: In zwei Schwimmbädern mussten eine Fünfjährige und eine 24-jährige Frau wiederbelebt werden.

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