Hamburg : 17-Jährige stirbt bei Brand: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Feuerwehr

Eine Jugendliche wurde schwer verletzt und liegt im künstlichen Koma.

Eine Jugendliche starb nach vier Tagen im künstlichen Koma.

Es geht um den Vorwurf der fahrlässigen Tötung. Im Raum steht der Verdacht pflichtwidrigen Verhaltens der Feuerwehr.

shz.de von
24. Mai 2018, 11:53 Uhr

Hamburg | Nach dem Tod einer 17-Jährigen in Folge eines Wohnhausbrandes in Hamburg-Harvestehude ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung gegen die Feuerwehr. Die Frage sei, ob es bei dem Einsatz zu einem pflichtwidrigen Verhalten gekommen war, sagte Oberstaatsanwältin Nana Frombach am Donnerstag. Es werde untersucht, ob der Tod des Mädchens Folge von Fahrlässigkeit oder schlicht ein Unglück gewesen sei. Die Ermittlungen seien durch Hinweise von Nachbarn in Gang gekommen. Zuvor hatten die „Bild“-Zeitung und das „Hamburger Abendblatt“ berichtet.

Ein Feuerwehrsprecher sagte zu den Ermittlungen: „Wir wissen davon und warten das Ergebnis ab.“ Selbstverständlich werde die Feuerwehr eng mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten.

Die 17-Jährige war am 12. März von Rettungskräften bewusstlos im Dachgeschoss der brennenden Stadtvilla gefunden worden und musste vor Ort reanimiert werden. Anschließend wurde sie in ein künstliches Koma versetzt und in eine Klinik gebracht, wo sie vier Tage später starb. Eine 55-jährige Frau und drei Feuerwehrmänner waren bei dem Brand ebenfalls verletzt worden. Als Brandursache wurde ein technischer Defekt vermutet.

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