Raubüberfall in Hamburg-Eppendorf : 13 Jahre Haft für tödliche Schüsse bei Einbruch

Die Angeklagten, ihre Anwälte und weitere Prozessbeteiligte stehen zu Beginn eines Prozesstages im Gerichtssaal im Strafjustizgebäude.

Die Angeklagten, ihre Anwälte und weitere Prozessbeteiligte stehen zu Beginn eines Prozesstages im Gerichtssaal im Strafjustizgebäude.

Der Angeklagte wurde wegen versuchten Mordes, Totschlags und Verstoßes gegen das Waffengesetz verurteilt.

shz.de von
05. September 2018, 16:12 Uhr

Hamburg | Wegen tödlicher Schüsse bei einem Einbruchsversuch in Hamburg-Eppendorf hat das Landgericht einen Albaner zu 13 Jahren Haft verurteilt. Der 39-Jährige habe bei der Tat am 20. August vergangenen Jahres zweimal mit einer Pistole auf zwei ihm bekannte Bewohner geschossen, sagte die Vorsitzende der Strafkammer, Petra Wende-Spohrs, am Mittwoch. In deren Wohnung wollte er einbrechen, wurde dann aber überrascht.

Der erste Schuss verfehlte einen der Bewohner nur knapp, der zweite traf den anderen von hinten in die Brust. Der 29-Jährige starb wenig später im Krankenhaus. Der Angeklagte sei wegen versuchten Mordes, Totschlags und Verstoßes gegen das Waffengesetz zu verurteilen.

Ein Mitangeklagter erhielt eine Strafe von einem Jahr und fünf Monaten. Der 40-Jährige habe sich der Beihilfe zum versuchten Diebstahl schuldig gemacht, sagte die Richterin. Der Kosovare hatte nach Überzeugung der Strafkammer das Einbruchswerkzeug besorgt und den 39-Jährigen sowie einen weiteren unbekannten Komplizen zum Tatort gefahren. Täter und Opfer hätten sich von Drogengeschäften gekannt.

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